Regionaldiakon in Rhauderfehn Zwischen Cocktails, Kirche und Jugendarbeit
Niklas Sonneberg ist neuer Regionaldiakon in Rhauderfehn. An diesem Samstag ist seine Einführung in Potshausen. Doch es gibt einen weiteren Termin zum Kennenlernen.
Rhauderfehn - „Ich habe dann gemerkt: Das möchte ich mein Leben lang machen!“, schildert Niklas Sonnenberg, Regionaldiakon in Rhauderfehn, im Gespräch über seinen Werdegang. Erst seit Anfang April ist er als „Sonnendiakon“, wie er sich selbst ganz charmant nennt, in Rhauderfehn tätig.
Der Weg dorthin war jedoch lang: Nach der Schule machte der 34-jährige Leeraner zunächst eine Ausbildung zum Elektroniker für Geräte und Systeme. „Da ging aber kognitiv noch mehr“, erzählt Sonnenberg. „Darum habe ich angefangen, Elektrotechnik in Hannover zu studieren.“
Erst Elektronik, dann Religion
Schon während des Studiums wurde ihm klar, dass er nicht für immer im Bereich Elektronik arbeiten möchte. So fand ein entscheidender Wechsel statt: Sonnenberg setzte das Studieren im Bereich Religionspädagogik und soziale Arbeit fort – einem Bereich, in dem er heute seine Erfüllung findet. Getreu dem Motto „auch Umwege führen zum Ziel“ geht der neue Diakon fortan seiner Arbeit nach. „Ich kann mich total ausleben in den Bereichen, in denen ich Stärken habe“, untermalt Sonnenberg. Seine Arbeit ist in drei verschiedene Aufgabengebiete geteilt: Zum einen betreut er das Kooperationsprojekt Kommune/Kirche und übernimmt die Arbeit im Jugendtreff „Der Waggon“ in Ostrhauderfehn. Außerdem wird er künftig in die Konfirmandenarbeit in den Gebieten Langholt, Rhaude und Westrhauderfehn einsteigen. Den Kreisjugenddienst mit Sitz in Posthausen verstärkt der Regionaldiakon ebenfalls und arbeitet an neuen Projekten mit.
Durch sein ausgeprägtes Interesse an der Gastronomie ist er zudem seit kurzem Geschäftsführer des „Iss-Was“-Wagens, einem mobilen Gastronomieangebot des Kirchenkreisjugenddienstes. Hier wird sich Sonnenberg dann künftig gemeinsam mit den Jugendlichen des Kirchenkreises um die Verwaltung sowie Schulungen et cetera kümmern. Die Vielfalt ist, was Niklas Sonnenberg besonders an seiner Arbeit gefällt und herausfordert: „Meine drei Aufgabenfelder miteinander zu verknüpfen, ist, was meine Stelle so toll macht“, erklärt der Regionaldiakon. Vor allem aber möchte Sonnenberg mehr Aufmerksamkeit für die Arbeit der Kirche schaffen: „Was ich bewegen möchte, ist der Gedanke, dass kirchliche Kinder- und Jugendarbeit so viel mehr ist, als eine Krabbelgruppe oder ein Kindergottesdienst.“
Zwei Termine zum Kennenlernen
Dazu überlegt er sich gemeinsam mit seinem Team auch immer wieder neue, zeitgemäße Ideen: So nutzte er beispielsweise seine Barkeeper-Kenntnisse, um nach dem Jugendgottesdienst alkoholfreie Cocktails im Iss-Was-Wagen anzubieten. Künftig möchte er noch viele weitere Ideen als neuer Regionaldiakon umsetzen und frischen Wind in den Kirchenkreis bringen.
An diesen Samstag wird er mit einem Gottesdienst um 14 Uhr in Potshausen in sein Amt eingeführt. Mit ihm ins Gespräch kommen kann man bei „Tanz am Gleis“ beim Jugendcafé Waggon am nächsten Samstag, 8. Juli.