Kooperation unterzeichnet  Ein Vertrag gegen das Vergessen

| | 29.06.2023 19:53 Uhr | 1 Kommentar | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Katrin Unger (von links) von der Gedenkstätte Bergen-Belsen, Schulleiterin Ulrike Janssen, der Holocaustüberlebende Albrecht Weinberg und seine Begleiterin Gerda Dänekas beim Unterschreiben des Kooperationsvertrags. Foto: Albrecht-Weinberg-Gymnasium
Katrin Unger (von links) von der Gedenkstätte Bergen-Belsen, Schulleiterin Ulrike Janssen, der Holocaustüberlebende Albrecht Weinberg und seine Begleiterin Gerda Dänekas beim Unterschreiben des Kooperationsvertrags. Foto: Albrecht-Weinberg-Gymnasium
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Das Albrecht-Weinberg-Gymnasium Rhauderfehn kooperiert mit der Gedenkstätte in Bergen-Belsen. Das Besondere: Im April 1945 wurde das Lager, in dem auch Weinberg Häftling war, befreit.

Rhauderfehn/Bergen-Belsen - Anlässlich eines Festaktes haben Ulrike Janssen, Schulleiterin des Albrecht-Weinberg-Gymnasiums, der gebürtige Rhauderfehner Albrecht Weinberg und Katrin Unger, die stellvertretende Vorsitzende der Gedenkstätte Bergen-Belsen, jetzt in der Mensa der Rhauderfehner Bildungseinrichtung im Beisein von rund 90 Gästen einen Kooperationsvertrag unterzeichnet. In dem Vertrag ist der jährliche Besuch des 13. Jahrgangs in Form eines Studientages in Bergen-Belsen und die Unterstützung seitens der Gedenkstätte bei Facharbeiten und Projekten festgehalten worden.

In ihrer Rede machte Janssen deutlich, dass die Gedenkstätte für das Gymnasium eine sehr wichtige Rolle spiele. Denn Albrecht Weinberg, der den Holocaust überlebt hat, ist dort nach dem Ende der NS-Herrschaft befreit worden. „Mehr tot als lebendig aus den Klauen der Nazis befreit, gelang Dir, lieber Albrecht, dennoch das Überleben, ein neues Leben konnte beginnen“, sagte Janssen während der Feierstunde. Und die Schulleiterin führt aus: „Ich freue mich und bin sehr stolz, dass wir heute mit eben dieser Gedenkstätte eine Kooperation besiegeln. Die Initiative dazu kam von meiner lieben Kollegin Anke Chudzinski-Schubert, die an unserer Schule für das Fach Geschichte und damit eben auch für die Erinnerungskultur Verantwortung trägt – und dies mit überaus großem Engagement.“

Holocaustüberlebender unterschreibt Vertrag mit

„Unglaublich, dass ich diesen besonderen Moment noch erleben darf und dass ich als ehemaliger Häftling das Konzentrationslagers den Kooperationsvertrag mit der Gedenkstätte Bergen-Belsen unterschreiben durfte“, sagte Albrecht Weinberg. Der Holocaustüberlebende erinnert sich noch gut an das Auffang- und Sterbelager. „Ich habe zwischen toten Häftlingen gelegen, als britische Soldaten das Lager befreit haben“, sagte Weinberg.

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Musikalisch umrahmt wurde der Festakt von der Bigband der Schule „Fehn and more“ unter der Leitung von Hans-Joachim Trum und von der Schülerin Maria Wiltfang, die mit dem Lied „Shir Lashalom“ Gänsehaut bei den Gästen aufkommen ließ.