Paar aus Völlenerfehn feiert Goldhochzeit  In einem Café im Urlaub begann die große Liebe

Holger Weers
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Von Holger Weers
| 27.06.2023 09:24 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Wilma Mormina-Schoenmacker und Angelo Mormina feiern goldene Hochzeit. Foto: Weers
Wilma Mormina-Schoenmacker und Angelo Mormina feiern goldene Hochzeit. Foto: Weers
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In seinem Urlaub traf der Italiener Angelo Mormina in einem Café auf Ameland Wilma Schoenmacker. Der Beginn einer großen Liebe. An diesem Dienstag feiern sie in Völlenerfehn goldene Hochzeit.

Völlenerfehn - Eine zufällige Begegnung in einem Café auf der Niederländischen Insel Ameland im Jahr 1971 sollte den weiteren Lebensweg der Niederländerin Wilma Mormina-Schoenmacker und des Italieners Angelo Mormina prägen. Der gebürtige Sizilianer Mormina war zu der Zeit auf der Insel Ameland, um dort mit zwei Freunden Urlaub zu machen. Sie arbeitete dort als Saisonferienkraft in dem Café.

„Angelo ist mir schon ein Jahr vorher aufgefallen, als er mit seinem kleinen, grünen Sportwagen auf der Insel unterwegs war. Beim ersten Mal hat er mich noch nicht gesehen“, muss Wilma Mormina-Schoenmacker schmunzeln, wenn sie rückblickend daran denkt. „Ich fuhr damals einen MG Spitfire“, ergänzt Angelo Mormina voller Stolz. Das zweite Aufeinandertreffen hinterließ jedenfalls einen bleibenden Eindruck bei beiden jungen Menschen. Bereits zwei Jahre später läuteten in Groningen, der Geburtsstadt von Wilma Mormina-Schoenmacker, die Hochzeitglocken. Auch fünf Jahrzehnte später sind das seit 2005 in Völlenerfehn lebende Paar noch glücklich, und feiern an diesem Dienstag das Fest der goldenen Hochzeit.

Nach mehreren Umzügen kam das Heimweh

Zur Familie gehören mittlerweile drei Kinder und zehn Enkel. Die Insel Ameland sollte im späteren Verlauf des Lebens für die Beiden noch eine entscheidende Rolle spielen. Im jahr 1994 machte sich Angelo Mormina mit einer Pizzeria nebst Restaurantbetrieb auf der Niederländischen Insel selbstständig. Seine Frau war Mitinhaberin der Pizzeria „De Branding“, und kümmerte sich als gelernte Buchhalterin unter anderem um den „Papierkram“.

Bis es jedoch so weit war, hatte Angelo Mormina einen weiten beruflichen Weg zu gehen. Der als Kind mit seinen Eltern nach Deutschland gereiste Sizilianer arbeitete zunächst bei der Firma Weck (Einweckgläser) in Duisdorf bei Bonn. Dort absolvierte er von 1967 bis 1970 eine Lehre als Feinmechaniker. Dann folgte im Jahr darauf ein Wechsel zur Firma Kreuzer in Bonn, die Kugelschreiber herstellte. Es folgten zwei weitere Stellen.

Dann packte seine Frau das Heimweh und es folgte ein Umzug nach Groningen. Dort wechselte Angelo Mormina abermals die Branche und war fortan für die Firma Conoship als Prozessagent im Einsatz. Von 1981 Bis 1988 erhielt der Italiener die Chance, die Filialleitung eines Aldi-Marktes in Groningen zu übernehmen. Die berufliche Reise ging jedoch noch weiter. Es folgte eine Anstellung als Geschäftsführer bei der Isolierungsfirma NNI und TID in den Niederlanden.

Ostfriesland kennengelernt

„Durch die Arbeit für Conoship und der Isolierungsfirma habe ich bereits die Gegend in Ostfriesland kennengelernt“, erzählt Mormina. Über das Internet schaute sich das Paar geeignete Häuser dort an. Im Jahr 2005 sollte es dann mit dem Umzug nach Ostfriesland klappen. „Wir waren gleich begeistert von dem Haus“, sagt Wilma Mormina. „Wir haben hier eine sehr gute Nachbarschaft“, ergänzt ihr Mann. Vor fünf Jahren ging Angelo Mormina im Alter von 66 Jahren in Rente und übergab die Pizzeria mit Restaurantbetrieb an eines der Kinder.

„Feiern wollen wir unsere goldene Hochzeit eigentlich nicht, da wir bereits zu meinem 70. Geburtstag groß gefeiert haben“, erklärt der heute 71-jährige Mormina. Mit seiner drei Jahre jüngeren Ehefrau unternimmt der Italiener mit dem eigenen Wohnmobil gerne Reisen durch ganz Europa. Ansonsten angelt Angelo Mormina gerne und kümmert sich liebevoll um den großen Garten vor und hinter dem Haus. Wilma Mormina-Schoenmacker beschäftigt sich indes gerne mit Stricken, Puzzeln, Basteln und der Dekoration des gemeinsamen Hauses.

„Zu einer Ehe gehört auch öfter einmal Krach. Dann ist aber auch wieder alles gut, und es herrscht nach der Aussprache wieder Ruhe und Frieden“, erklärt das Paar ihre lang andauernde Ehe.

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