Hamburg Weck-Gläser: Die besten Alternativen für das Einkochen und Aufbewahren
Der Hersteller der Weck-Einmachgläser hat Insolvenz angemeldet. Ein Verbraucherschützer erklärt, welche Alternativen es gibt, für welche Zwecke sie geeignet sind – und wie Käufer Geld sparen können.
Wer gern auf Vorrat kocht, muss in diesem Jahr schon die zweite schlechte Nachricht hinnehmen: Im April hat erst der US-Hersteller Tupperware Insolvenz angemeldet, nun folgt der deutsche Glashersteller Weck. Dabei gehört „einwecken“ – wie auch „eintuppern“ – längst zum allgemeinen Sprachgebrauch.
Immerhin: Verbraucher haben Alternativen zum Markenprodukt. Und grundsätzlich gelte: „Man kann nicht viel falsch machen“, sagt Philip Heldt, Referent aus dem Bereich Ernährung und Umwelt der Verbraucherzentrale NRW, unserer Redaktion.
Weck-Glas-Alternativen gibt es in verschiedenen Varianten im Onlinehandel, in Supermärkten, bei Discountern und in Möbelhäusern. Abhängig vom Hersteller kann jedoch die Qualität und die Langlebigkeit der Produkte schwanken, besonders bei der Dichtung.
Eine Weck-Alternative zum Einkochen sind gereinigte Marmeladengläser. Dagegen sind Honiggläser wegen ihrer Deckel in der Regel ungeeignet.
Wer beim Kauf einer Weck-Glas-Alternative Geld sparen möchte, kann sich bei Kleinanzeigen oder bei Haushaltsauflösungen umsehen: „Einkochgläser kann man bedenkenlos gebraucht kaufen. Wichtig ist nur, dass die Dichtungen intakt sind. Diese kann man bei Bedarf aber auch einzeln nachkaufen und ersetzen“, sagt Philip Heldt.
Wer Weck-Gläser bisher nicht zum Einkochen, sondern zum Aufbewahren verwendet hat, findet laut dem Verbraucherschützer ebenfalls gute Alternativen: „Zum Aufbewahren von trockenen Lebensmitteln, wie Nüssen, Müsli oder beim Einkauf in Unverpackt-Läden, eignen sich Glasgefäße mit Dichtung und Spannbügel.“
Auch Edelstahlbehälter sind eine Option zum Aufbewahren. Dabei sollten Nutzer darauf achten, ob die Boxen luftdicht verschlossen werden können; das verlängert die Frische und Haltbarkeit der Lebensmittel. „Edelstahlboxen sind zwar teuer, aber dafür besonders langlebig“, sagt Philip Heldt.
Wer trockene und abgekühlte Lebensmittel in Mehrwegboxen aus Kunststoff – wie Tupperware – aufbahren möchte, sollte darauf achten, dass diese mit dem Glas-und-Gabel-Symbol versehen sind. Das zeigt an, dass die Behälter für Lebensmittel geeignet sind.
In Behältern ohne dieses Zeichen können chemische Stoffe aus dem Kunststoff in die Lebensmittel übergehen. Die gesundheitlichen Folgen für Menschen sind noch unklar. Wichtig: Kunststoffbehältnisse sollten nicht heiß befüllt und Essen nicht darin erwärmt werden. Auch zum Einkochen eignen sie nicht, da sie nicht hitzebeständig sind.