Neue Hoffnung Mensa in Holtland könnte vom Land unterstützt werden
Die Mensa in Holtland hat die Samtgemeinde Hesel in finanzielle Schwierigkeiten gebracht. Nun könnte das Land einspringen.
Holtland - In der Misere rund um den Mensabau an der Grundschule in Holtland könnte es einen Lichtblick geben. Wie der Landtagsabgeordnete Ulf Thiele (CDU, Stallbrüggerfeld) mitteilt, habe eine parlamentarische Anfrage von ihm ergeben, dass die Landesschulbehörde zum 31. Dezember 2022 fertig gestellte Teilabschnitte aus dem bisherigen Programm fördern dürfe und die weiteren Abschnitte aus dem Nachfolgeprogramm gefördert werden können. „Da noch keine Entscheidungen vorliegen, ist damit ein Lösungsweg skizziert, aber es ist noch Arbeit zu tun“, so Thiele gegenüber der Redaktion.
Die Samtgemeinde Hesel steht vor einem Problem: Sie hat Fördermittel vom Bund in Höhe von rund 680.000 Euro für die Einrichtung der Mensa an der Grundschule Holtland angenommen. Aber die Arbeiten wurden nicht in der geforderten Frist bis Ende 2022 fertig, deshalb verlangt das Ministerium die Fördermittel nun von der Samtgemeinde zurück. „Aber das würde unsere Mittel total überfordern“, sagte Samtgemeindebürgermeister Uwe Themann vor einiger Zeit gegenüber der Redaktion. Die Sache droht zum finanziellen Fiasko zu werden.
Gemeinde im Austausch mit Land Niedersachsen
Die Förderung war aus einem Programm zum beschleunigten Ausbau von Ganztagsgrundschulen geflossen. Aber wie bei vielen Projekten in den Coronajahren waren die Arbeiten in Holtland wegen der Erschwernisse in der Pandemie und durch Materialknappheit nicht schnell genug abgeschlossen worden. Jetzt laufen die Arbeiten weiter, obwohl nicht sicher ist, dass die Gemeinde sie überhaupt bezahlen kann. Es sei dringender Handlungsbedarf, beteuert Themann damals.
Nun scheint das Land sich zu bewegen: Das Kultusministerium hatte bereits vor einigen Monaten erklärt, dass das Regionale Landesamt für Schule und Bildung im Austausch mit der Gemeinde stehe. Demnach wird noch „geprüft, inwiefern gegebenenfalls Teilmaßnahmen abgerechnet werden können oder ob die Möglichkeit besteht, das Vorhaben in das erwartete Anschlussverfahren zum Investitionsausbau Ganztag zu überführen“. Thiele erklärte zuletzt, dass ein Lösungsweg sein könne, dass ein neues Programm des Bundes zum Ganztagsausbau, welches von den Ländern in diesem Jahr umgesetzt werden kann, genutzt werde. „Dann würde die bisherige Finanzierung durch eine neue, quasi rückwirkend, ersetzt“, so Thiele.