Babahoyo  Im Sarg erwachte Frau in Ecuador ist jetzt wirklich gestorben

Jakob Patzke
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Von Jakob Patzke
| 13.06.2023 11:37 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
In Ecuador wurde eine Frau versehentlich lebendig begraben. Foto: imago images/Panthermedia
In Ecuador wurde eine Frau versehentlich lebendig begraben. Foto: imago images/Panthermedia
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Während einer Totenwache in Ecuador hörte die trauernde Familie plötzlich Geräusche aus dem Sarg. Als die Angehörigen den Deckel öffneten, sahen sie: Die Frau war gar nicht tot. Nach sieben Tagen auf der Intensivstation ist sie jetzt verstorben.

Eine erst irrtümlich für tot erklärte Frau in Ecuador, die während der Totenwache wieder Lebenszeichen von sich gab, ist nun tatsächlich tot. Nach sieben Tagen auf der Intensivstation sei die Frau gestorben, bestätigte in Quito das Gesundheitsministerium via Twitter. Sie sei während des Krankenhausaufenthalts umfassend medizinisch versorgt und von Fachärzten regelmäßig untersucht worden, hieß es in der Mitteilung vom Freitag (Ortszeit).

Viele Menschen haben Angst davor, lebendig begraben zu werden. Für diese Phobie gibt es sogar einen offiziellen Begriff: Taphephobie. Die Sorge vor einem lebendigen Begräbnis hat jedoch auch einen historischen Hintergrund. In früherer Zeit kam es häufiger vor, dass Menschen für tot erklärt wurden, obwohl sie noch lebten. Einer Frau aus Ecuador ist jetzt genau das passiert.

Am vergangenen Freitag wurde die 76-jährige Bella Montoya aus der ecuadorianischen Stadt Babahoyo in ein Krankenhaus eingeliefert. Sie hatte das Bewusstsein verloren, womöglich aufgrund eines Schlaganfalls oder Herzinfarkt. Wie der US-amerikanische Fernsehsender CBS berichtet, blieben alle Reanimationsversuche erfolglos.

Schließlich erklärte ein Arzt die Frau für tot. Noch am selben Tag wurde der vermeintliche Leichnam zu einem Bestatter überführt, wo die Angehörigen von Bella Montoya eine Totenwache abhielten. „Nach ungefähr fünf Stunden des Beisammenseins hörten wir plötzlich laute Geräusche aus dem Sarg“, erzählte die Tochter von Montoya gegenüber ecuadorianischen Medien.

Die Mutter habe mit ihrer Hand gegen das Innere des Sargs geschlagen, ergänzte ihr Sohn. Daraufhin spielten sich dramatischen Szenen ab. Die Anwesenden öffneten den Sarg und sahen die 76-Jährige, eingewickelt in Tüchern und schwer atmend. Ein Video von dem Vorfall kursiert derzeit in den sozialen Medien.

Die Angehörigen brachten Bella Montoya in die Notaufnahme, wo die Ärzte offenbar das Leben der pensionierten Krankenschwester retten konnten. „Sie wird beatmet, ihr Herz ist stabil. Als der Doktor sie in die Hand kniff, reagierte sie“, so die Tochter. Inzwischen hat das ecuadorianische Gesundheitsministerium eine Untersuchungskommission eingerichtet, gegen die ursprünglich behandelnden Ärzte wird ermittelt.

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