Ausstellung in Rhauderfehn Marianne Volk malt Mensch und Natur
In der Galerie des Kunstkreises stellt die Malerin ihre Arbeiten aus. Sie hat schon Ideen für weitere Werke.
Rhauderfehn - Vom 4. bis 25. Juni sind 26 Werke der Künstlerin Marianne Volk in der Kunstkreisgalerie des Müllerhauses Rhauderfehn zu sehen. Seit 2016 ist sie Mitglied im Kunstkreis. Es ist ihre erste Ausstellung in diesen Räumen. Gemeinsam mit ihrer Frau lebt sie seit 2020 in Rhauderfehn. Die Ruhe, die Natur und schöne Umgebung zog sie ins ländliche Ostfriesland. Vor allem ihr Garten stimuliere sie immer wieder, neue Kunstwerke zu schaffen. Zentrales Thema der Künstlerin, die überwiegend realistisch, auf Leinwand sowie Holz und in Öl malt, ist die Natur. Volk hat bereits neue Ideen für weitere Werke.
„Die Natur, wo auch der Mensch zugehört, ist meine große Leidenschaft“, bringt Marianne Volk ihre Kunst auf den Punkt. In den Räumen der Kunstkreisgalerie sind großformatige Blumen, Tierwelten und Landschaften zu sehen. Eines ihrer Lieblingsbilder dieser Ausstellung ist das Werk „Jagende Eule“. Mit weit ausgebreiteten Flügeln und ausgestreckten Krallen ist eine Eule kurz davor, eine flüchtende Maus zu fangen. In ihren Bildern versuche sie, Bewegung und Ruhe zusammen zu bringen. „Auch Tiere, das Leben, das rauszubekommen ist die Herausforderung“, beschreibt die Künstlerin ihr Schaffen.
Die Kunst von der Mutter gelernt
Von ihrer Mutter, die selbst viel malte, lernte sie die Kunst. Schon als Kind habe sie viel gemalt. Mit 13 Jahren fertigte sie ihre erste Ölmalerei. Volk stellte ihre Werke bereits in den Niederlanden aus. Dort machte sie auch eine Ausnahme. Statt Natur malte sie ein Gebäude in Öl. Motiv war ein Obdachlosenhaus der niederländischen Stadt Leeuwarden, in der ihre Schwägerin arbeitete. Darunter zwei Hände als Symbol für Hilfe. Die Künstlerin spendete ihr Werk der Institution.
Ein weiterer Schwerpunkt ihrer Arbeit ist die Portraitmalerei. „Menschen sind faszinierend zu malen. Und ist immer schwierig. Ich will sie so malen, wie sie sind. So echt, das finde ich am schönsten“, beschreibt die Künstlerin ihren Anspruch. Dabei könne ein Portrait zu einer echten Herausforderung werden. Zum Beispiel, wenn es darum gehe, verstorbene Menschen zu malen. „Portraits sind auch sehr persönlich. Das ist schwierig. Dann brauche ich zwischendurch Pause. Danach gehe ich wieder ran.“
Ein Portrait vom verstorbenen Enkel
Als 2020 ihr sechsjähriger Enkel starb, fragte ihre Schwiegertochter, ob sie ihn malen möchte. Damals habe sie Zeit gebrauchte, um mit dem Malen beginnen zu können. „Ich musste erst bereit sein. Ich habe ihnen sein Portrait zu Weihnachten geschenkt. Der kleine Bruder und die Eltern freuten sich sehr.“ Ein neues Projekt hat Volk bereits im Kopf. Sie möchte eine ältere Frau in Kleidern von früher mit Feuerholz im Arm auf die Leinwand bringen. Ihre älteste Enkeltochter teile ihre Leidenschaft. Sie könne mit ihren 13 Jahren schon sehr gut malen.
Die Einzelausstellung ist noch bis zum 25. Juni in der Kunstkreisgalerie des Müllerhauses, 1.Südwieke 209, Rhauderfehn zu sehen. Der Eintritt ist frei. Geöffnet ist jeden Sonntag von 14 bis 17 Uhr oder nach Vereinbarung.