Beisetzung von August Vornhusen Letzter Malteserritter fand an Kapelle die ewige Ruhe
Der mit 97 Jahren verstorbene, katholische Geistliche stand in einer besonderen Beziehung zu dem Gotteshaus. Er war der letzte Ritter des Ordens im Offizialat. Nun fand er dort seine letzte Ruhestatt.
Bokelesch - Zahlreiche Menschen und Wegbegleiter nahmen an diesem Mittwoch Abschied von Pfarrer August Vornhusen, der am 28. Mai im Alter von 97 Jahren verstorben war. Die Beisetzung fand an der Johanniterkapelle in Bokelesch statt. Zuvor gab es ein Requiem in der Kirche St. Georg in Strücklingen.
Obwohl es keinen Friedhof mehr in Bokelesch bei der Kapelle gibt und deshalb sonst dort auch keine Bestattungen sind, wurde Pfarrer Vornhusen an dem Gotteshaus beigesetzt. Der verstorbene Geistliche hatte eine besondere Beziehung zu der Kapelle am Klosterbusch. Es war zu Lebenszeiten sein sehnlichster Wunsch gewesen, dort seine letzte Ruhestätte zu finden.
Der letzte Malteserritter
Dieser Wunsch wurde ihm nun erfüllt. War er doch der letzte Ritter des Malteserordens im Offizialatsbezirk Oldenburg. Sein Orden blickt auf eine gemeinsame Geschichte mit dem Johanniterorden zurück. Die Kapelle in Bokelesch wiederum ist das letzte steinerne Zeugnis, das vom Wirken der Ordensgemeinschaft im Friesischen kündet. Ihre Grundmauern entstanden im 13. Jahrhundert.
In diesem Kirchlein predigte Vornhusen schon vor rund 70 Jahren. Auch in den vergangenen beiden Jahrzehnten während seines Ruhestands hielt er dort regelmäßig die Andacht. Nun wurde er an dem Gotteshaus zur ewigen Ruhe gebettet.
August Vornhusen wurde am 26. Februar 1926 in Vechta geboren und empfing am 30. November 1950 in Münster die Priesterweihe. In Strücklingen an der damals selbstständigen Pfarrkirche St. Georg war von 1951 bis 1954 Vornhusens erste Pfarrstelle. Anschließend war er Militärseelsorger in Oldenburg, Wilhelmshaven und Neustadtgödens. Seinen Lebensabend hatte der Geistliche seit 2001 im Pflegeheim St.-Michaelstift in Bollingen verbracht.