Grünes Dickicht So soll der Fehntjer Berg in Warsingsfehn schöner werden
Bei einer Veranstaltung konnten Einwohnerinnen und Einwohner ihre Ideen für den Hügel einbringen. Es zeichnete sich bald eine einheitliche Linie ab.
Warsingsfehn - Wild-romantisch, so könnte man den Fehntjer Berg in Warsingsfehn in seinem gegenwärtigen Zustand wohl am besten beschreiben. Üppiges Grün bedeckt den etwa zwölf Meter hohen Hügel, der in den 70er Jahren beim Bau des Sauteler Kanals aus dem Aushub aufgeschüttet wurde. Doch das Dickicht soll nun gelichtet werden.
Was und warum
Darum geht es: Der Fehntjer Berg entstand beim Bau des Sauteler Kanals. Er ist bei Spaziergängern beliebt, leider auch bei Mitmenschen, die sich weniger gut benehmen.
Vor allem interessant für: Menschen in Warsingsfehn und Umgebung
Deshalb berichten wir: Die Gemeinde möchte das Gelände verschönern. Die Autorin erreichen Sie unter: k.lueppen@zgo.de
Die Gemeinde Moormerland hatte für Donnerstag zu einer Bürgerbeteiligung eingeladen, bei der das Gelände zwischen Rinderhagenstraße und Gerhart-Hauptmann-Straße im Mittelpunkt stand. Das Planungsbüro Sell-Greiser hat durch den Abend geführt und wird laut Gemeinde ein Konzept für dieses Gebiet erarbeiten. Darin werden die Vorschläge von 50 Teilnehmenden einfließen. Diese hatten in Gruppen Ideen für den Fehntjer Berg erarbeitet.
Ideen und Sorgen wurden notiert
Zunächst wurden noch ältere Planungen und der Ist-Zustand des Geländes vorgestellt. Danach waren die Ideen der Einwohnerinnen und Einwohner gefragt. Sie konnten ihre Erwartungen im Hinblick auf die erhaltenswerten Bereiche des Fehntjer Berges, die Wünsche zu Veränderungen aber auch die Sorgen auf Plakaten und Kärtchen festhalten, beschreibt die Gemeinde das Verfahren.
Was sie zusammengetragen hatten, wurde anschließend von jeder Gruppe vorgetragen. Dabei habe sich gezeigt, dass viele Ideen übereinstimmten und alle die gleiche Intention hatten, wie eine Neugestaltung des Fehntjer Berges umgesetzt werden könnten. Dazu gehörte zum Beispiel, dass die Fläche vor dem Berg künftig genutzt werden soll. Ideen waren ein Spielplatz, ein Mehrgenerationenpark oder befestigte Wege.
Dichtes Grün soll ausgedünnt werden
Andere Vorschläge zielten auf die Einbindung der Grundschule Warsingsfehn-Ost und des Kindergartens Warsingsfehn, deren Gelände an den Fehntjer Berg grenzen. Auch eine Hundewiese gehörte zu den Vorschlägen. Das inzwischen dicht gewachsene Grün könnte ausgedünnt werden und so eine bessere Sicht ermöglichen. „Es sind sehr viele gute Ideen gekommen“, bewertete Bürgermeister Hendrik Schulz (SPD) die Veranstaltung.
Wie geht es nun weiter? Das Planungsbüro Sell-Greiser wird aus den Vorschlägen einen Plan für die Verschönerung des Geländes erarbeiten. Dieser soll in einer weiteren öffentlichen Veranstaltung vorgestellt werden – der Termin dafür werde noch bekannt gegeben, teilt die Gemeinde mit.
Verschwiegener nächtlicher Treffpunkt
Immer wieder ist der Fehntjer Berg in der Vergangenheit Thema in den Ratsgremien gewesen. Nicht immer kam das Gelände dabei gut weg. Zwar ist der Hügel bei Spaziergängern ganz beliebt, aber ebenso als verschwiegener Treffpunkt für Gruppen von Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Diese treffen sich vor allem in der Dunkelheit dort, immer wieder machten Berichte von Drogenkonsum am Fehntjer Berg die Runde.
Vandalismus ist ebenfalls regelmäßig ein Problem. Vor wenigen Wochen musste die Feuerwehr mehrmals auf das Gelände ausrücken, weil Unbekannte dort mit Grillanzündern an Bäumen Feuer gelegt hatten. Ob Bänke, Mülleimer oder Hinweisschilder, alles werde zerstört, stellte Ortsbrandmeister und Ortsbürgermeister Ingo Brinker damals fest.
Vor einigen Jahren hatte die Gemeinde an dem Weg am Fuß des Fehntjer Berges mehrere Spender für Hundekotbeutel aufgestellt – auf den Wunsch von Anliegern, der an den Ortsrat herangetragen worden war. Die Freude an den Beutelbehältern währte nicht lange, dann wurden sie von Unbekannten angegangen und die Beutel in der Gegend verteilt. Die Gemeinde schaute bei diesem Treiben nicht lange zu und schraubte die Kotbeutelhalter wieder ab.