Für die Ehre Glaube und Aberglaube bei der Feuerwehr
Es gibt wohl in jeder Berufsgruppe Mythen und Weisheiten. Davon sind auch die freiwilligen Feuerwehren nicht ausgeschlossen. Unser Kolumnist gibt einen Einblick.
Auf einen Einsatz der Feuerwehr folgen zwei weitere Einsätze; so ist ein Glaube bei vielen Feuerwehrangehörigen verbreitet. Was aber machen denn Ortsfeuerwehren, die durchschnittlich eine einstellige Einsatzzahl im Jahr aufs Papier bringen? Sind diese mit zwei Serien im Jahr durch mit ihrer Bereitschaft? Sicherlich nicht. Es ist aber immer wieder schön, über Ereignisse zu sprechen, bei denen es so gepasst hat oder bei denen man es entsprechend dreht, dass es passt. Aber auch Bezeichnungen wie „Roter Hahn“ für das Feuer oder es als „dämonisch“ zu bezeichnen, sind Aussagen, die sich halten.
Eigentlich völlig entgegen der Entwicklung der Feuerwehren in Deutschland. Lange schon sind wir in der stetigen Erneuerung und Verbesserung. Die Feuerwehren in Deutschland sind modern und stecken voller Technik, die sich stetig weiterentwickelt. Wir brauchen uns in Bezug auf die Feuerwehr nicht verstecken vor der Welt. Einzig die Umsetzung neuer Angelegenheiten dauert bei den Feuerwehren, wie in allen anderen Bereichen in Deutschland, eine gefühlte Ewigkeit. So lange es aber nicht 13 schlägt, scheint alles in Ordnung zu sein.
Was aber macht diese alten Sprichworte und den Aberglauben so standhaft? Es gibt sicherlich viele Begründungen, die beste ist aber wohl: „Weil es so ist“. Am besten sagt man dieses dann mit ernstem Gesicht und ruhiger Stimme, damit es auch mystisch wirkt. Aberglaube macht alles spannender, auch wenn ich da nicht mit allen Aussagen einverstanden bin. Wenn Einsatzkräfte rückwärts aus einem Löschfahrzeug aussteigen, so ist es kein Aberglaube, sondern eine Vorschrift, die der Sicherheit dient, entgegen der Vermutung eines Neulings bei der Feuerwehr, der mich überhaupt auf das Thema aufmerksam machte.
Eigentlich ist der Glaube auch gar nicht schlecht, denn er bringt in vielerlei Hinsicht auch positive Energien mit sich und sorgt für ein Optimismus. Ich glaube, wir lassen es einfach so stehen.
Kontakt: kolumne@zgo.de
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