Stadtverkehr  Umgehungsstraße in Friesoythe vor der Vollendung

Heiner Stix
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Von Heiner Stix
| 31.05.2023 18:28 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Der neue Kreisverkehr an der Ellerbrocker Straße soll bis Juli, der Münsterlandring bis September 2023 fertiggestellt sein. Foto: Stix
Der neue Kreisverkehr an der Ellerbrocker Straße soll bis Juli, der Münsterlandring bis September 2023 fertiggestellt sein. Foto: Stix
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Zuletzt gab es kurze Verzögerungen, insgesamt aber ist die Stadt mit der Baustelle zwischen Pehmertanger Weg und Ellerbrocker Straße zufrieden. Rund 3,4 Millionen Euro fließen in die Ortsumgehung.

Friesoythe - Eine Zeitlang schien der Bau des Münsterlandrings, der Umgehungsstraße in Friesoythe, eher eine unendliche Geschichte zu werden. Doch nun ist ein Ende der Maßnahme in Sicht. Die Fortschritte an der Baustelle sind sowohl von der Ellerbrocker Straße als auch vom Pehmertanger Weg aus gut zu sehen. Bei Google Maps ist der dritte Teil der Friesoyther Ortsumgehung inzwischen als Weg erkennbar, auf Openstreetmap.org ist der Lückenschluss komplett eingezeichnet und selbst die geplante Anbindung der Neuscharreler Straße ist erkennbar.

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Noch aber hat es seine Berechtigung, dass die Straßen als „in Bau“ und „in Planung“ eingetragen sind. Der Kreisverkehr als Anschluss an die Ellerbrocker Straße soll im Juli 2023 fertig sein, mit der endgültigen Fertigstellung der Ortsumgehung rechnet Friesoythes Erste Stadträtin Heidrun Hamjediers im September 2023. Satte 11 Jahre sind dann seit dem ersten Planfeststellungsbeschluss zum Bau des Münsterlandrings vergangen.

37.155 Quadratmeter für den Münsterlandring

Da fallen die wenigen Wochen, die das Bauvorhaben zuletzt in Verzug geriet, nicht weiter ins Gewicht. Neben der Witterung, so Hamjediers, hätten vor allem Verschiebungen bei anderen Projekten der beauftragten Firma zu einem Engpass und damit zu Verzögerungen geführt. „Das ist nicht außergewöhnlich, aber trotzdem natürlich nicht im Sinne der Stadt“, sagt sie. Man habe diesen Punkt mit der Firma erörtert, die daraufhin Mitte Mai die Arbeiten wieder aufgenommen habe.

Deutlich mehr Zeit ging durch den langwierigen Ankauf der benötigten Grundstücke verloren. 37.155 Quadratmeter waren für den Straßenbau erforderlich, die dafür notwendigen Kaufverhandlungen musste die Stadt mit rund 20 unterschiedlichen Eigentümern führen. Nicht alle Gespräche verliefen problemlos, in zwei Fällen drohte die Stadt sogar mit einer Besitzeinweisung. 400.000 Euro flossen am Ende in die gesamten Grundstückskäufe, so viel wie vorgesehen.

Kosten stiegen von 1,5 Millionen auf 3,37 Millionen Euro

Die Gesamtkosten allerdings stiegen im Laufe der Zeit deutlich an. Anfangs lag die Kalkulation bei 1,5 bis 2 Millionen Euro, die – so die Hoffnung – zum Teil durch Fördergelder gedeckt werden sollten. Am Ende seien, so Hamjediers, 3,37 Millionen Euro im Haushalt angesetzt worden. Wie viel letztlich genau ausgegeben werden muss, stehe noch nicht fest. „Die Abrechnung von Baumaßnahmen erfolgt ja immer nach den tatsächlich erbrachten Leistungen“, sagt sie. Fördermittel allerdings, das steht schon seit mehr als 18 Monaten fest, wird es nicht geben. Lediglich der Radweg entlang der Umgehungsstraße wird gefördert. Hier schießt das Land 672.000 zu den veranschlagten 900.000 Euro zu.

Mit dem Bau des Münsterlandrings soll, so die Hoffnung der Stadt, das Friesoyther Zentrum vom Durchgangsverkehr aus und in Richtung Markhausen entlastet werden. Es sei dann schneller, so heißt es, die Innenstadt zu umrunden als sie mit 20 Stundenkilometer und Rechts-vor-links-Regelung zu durchqueren. „Auch wenn die Realisierung der Maßnahme nicht ganz so zügig vonstattengegangen ist wie geplant, ist die Stadt doch zufrieden mit der Baustelle“, sagt Hamjediers. „Es wurde hier gute Arbeit geleistet und die neue ‚Verkehrsader‘ wird nun bald die Innenstadt entlasten.“