Prerow/Karlshagen/Mirow  FKK-Urlaub in Mecklenburg-Vorpommern: Die schönsten Ziele für Nudisten

Anja Bölck
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Von Anja Bölck
| 31.05.2023 06:00 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 5 Minuten
Alleine Nacktwandern ist nicht jedermanns Sache. Auf einem FKK-Campingplatz in der Mecklenburgischen Seenplatte werden Nacktwanderungen für Groß und Klein angeboten. Foto: Norbert Sander
Alleine Nacktwandern ist nicht jedermanns Sache. Auf einem FKK-Campingplatz in der Mecklenburgischen Seenplatte werden Nacktwanderungen für Groß und Klein angeboten. Foto: Norbert Sander
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FKK-Baden und FKK-Camping hat in MV eine lange Tradition. Die Klamotten abstreifen, nackig angeln, joggen, Rad fahren, Yoga machen und wandern. Das sind die schönsten Urlaubsplätze für Nackedeis.

Wer ist nicht gern mal nackt? Vor allem im Sommer. Durch die Wohnung laufen, wie Gott einen schuf. Manche möchten dieses Freiheitsgefühl auch draußen erleben. Ob an romantischen Badeseen oder dem weißen Ostseestrand – überall gibt es Plätze, an denen man die Hüllen fallen lassen kann. Fast jeder Ort an der Ostsee hält Strandabschnitte für FKKler bereit. Und die Müritz-Region ist der Hotspot für den FKK-Campingurlaub in MV. Hier kann man auf unbekleidete Weise in den Sommerurlaub starten und die Seele baumeln lassen. Viele Familien fühlen sich auf den mittlerweile sehr komfortablen FKK-Campingplätzen wohl. An bunte Freizeitangebote für die Nackedeis ist auch gedacht. Wer sich diesen Sommer nicht länger genieren möchte und mit einem FKK-Urlaub liebäugelt – hier entlang gehts zu unserer unverhüllten Übersicht: 

Er hat schon 60 Jahre auf dem Buckel, der FKK-Campingplatz Rätzsee. Kommt aber immer noch immer knackig daher, dank der neuen Zeltplatzbetreiber. Jedenfalls steht der Campingplatz bei Anhängern der Freikörperkultur hoch im Kurs. In der Hochsaison tummeln sich auf dem großen Gelände zwischen Wohnmobilen, Campern und Zelten bis zu 400 Nackedeis.

Ihnen werden reichlich Freizeitangebote serviert. Nacktangeln ist möglich und unbekleidet Stand-up-Paddeln. Auf dem gesamten See ist FFK möglich. Manche joggen auch lieber nackt um den See oder fahren wie Gott sie schuf Fahrrad. Angeboten wird neuerdings auch Nacktjoga. Außerdem lädt die zertifizierte Naturführerin Sabine Görmar freitags ab 10 Uhr kleine und große Gäste zu einer Nacktwanderung ein. Der FKK-Campingplatz ist zudem in das markierte Wasserwandernetz integriert. Und er liegt unmittelbar am Berlin-Kopenhagen-Fernradweg. Mehr unter: www.raetzsee.de

Am motorbootfreien Rätzsee gibt es noch einen weiteren beliebten FKK Campingplatz, das „Ferienidyll am Rätzsee“. Das weitläufige FKK-Gelände ist abgetrennt von einem textilen Wasserwanderrastplatz und umfasst Stellplätze jeder Art. Es gibt Stellplätze in der Sonne, im Halbschatten oder im Schatten. Und es befindet sich ein Sauna-Fass direkt am See. Mehr unter: ferienidyll-am-raetzsee.de

Nackturlaub mitten in einem Nationalpark – wo gibt es das schon? Auf dem FKK-Campingplatz am Useriner See. Und das schon seit 70 Jahren! Auch hier ist die Auslastung sehr hoch – also rechtzeitig buchen. Auf dem Campingplatz mitten im Müritz-Nationalpark treffen sich Gleichgesinnte schon seit Jahren. Das moderne Sanitärgebäude gehört zu den komfortabelsten weit und breit. Mehr unter: www.haveltourist.de

In Mirow schmiegt sich ein kleiner FKK-Campingplatz an den Mössensee. Zwar befinden sich dort viele Dauer-Stellplätze, doch der Verein „Sonnen- und Naturfreunde“ nimmt in der Sommersaison auch gern Urlauber und Wasserwanderer auf, sofern noch ein Plätzchen frei ist. Wasserwanderer sind auch ohne Voranmeldung willkommen, alle anderen sollten sich rechtzeitig anmelden. Mehr unter: www.hügelland-camping.de 

Auch inmitten des Plauer Sees zelebriert man noch die Freikörperkultur und zwar auf einem Campingplatz, der auf Insel liegt und ganzjährig geöffnet ist. Beim „Insel-Camping Werder“ wurden gerade 120 Stellflächen des FKK-Platzes modernisiert. Viele der Plätze liegen direkt am Ufer. Insgesamt erstreckt sich das FKK-Gelände auf mehr als einem Kilometer. Gäste schätzen hier die besondere Ruhe. Schon in den 1970er-Jahren ließen Urlauber an diesem Seeufer die Hüllen fallen. Näheres unter: www.inselcamping.com

Prerow galt zu DDR-Zeit als Mekka der Freikörperkultur. Im idyllisch gelegenen Regenbogen-Camp gibt es noch ausgewiesene Abschnitte, in denen Urlauber ohne alles zwischen ihren Zelten und Wohnwagen herumschweifen können. Allerdings bedauern langjährige Anhänger der Freikörperkultur schwindende Freizeitangebote für FKKler. Am Strand finden sich aber immer ein paar Naturalisten zusammen, um gemeinsam Volleyball zu spielen. Mehr unter: www.regenbogen.ag

Sportbegeisterte FKKler, die gern nackt Segeln, Surfen, Fußball, Basketball spielen oder Fitness machen möchten, kommen hier nicht auf ihre Kosten. So etwas finden sie beim FKK-Camping Ostsee an der Lübecker Bucht in Schleswig-Holstein. Mehr unter: www.fkk-camping-ostsee.de

Nahezu jedes Seebad an der Ostseeküste in MV hat einen FKK-Bereich. Ob Boltenhagen, die Insel Poel, Kühlungsborn, Warnemünde, Graal-Müritz, das Fischland-Darß-Zingst, die Insel Rügen oder Usedom. Die FKK-Strandabschnitte sind mit Schildern gekennzeichnet.

Zu manchen FKK-Stränden lassen sich im Internet Rezensionen von Gästen nachlesen. Beispielsweise zum FKK-Strand in Karlshagen auf der Insel Usedom. Hier finden sich auf Google gleich 82 Bewertungen. Gäste schwärmen vom „perfekten Strand für FKK-Anhänger“. Jemand schreibt: „Sehr sauber. Schöner weißer Sandstrand. Genügend Abstand zu anderen wird eingehalten…“ Eine andere Bewertung lautet: „Sehr gepflegter Sandstrand, keine Spanner und wenn doch, dann setzt es was!“ Oder: „Auf keinen Fall Mallorca…, nur hier sein ist das Paradies!“

Nicht glotzen: Es gibt zwar mehr zu sehen als am Textilstrand, starren ist aber auch hier unhöflich. FKKler sind keine Exhibitionisten, die es toll finden, wenn sie begafft oder ihre nackten Körper als etwas Sexuelles abgestempelt werden. Sie wollen einfach ihre Ruhe oder ihren Urlaub in der Natur und am Strand genießen. 

Keine Fotos machen: Wo Nacktbadende und Nacktsonnenanbeter sind, Kamera und Smartphone einfach stecken lassen. Wer nackte Personen oder Menschengruppen am Strand oder auf dem Campingplatz fotografieren möchte, muss die abgebildeten Personen ohnehin um Erlaubnis fragen. Auch wer eine Drohne steigen lässt, kann sich ordentlich Ärger einhandeln. 

Kein Erotik-Treff: FKK ist Freikörperkultur und kein Codewort für Sex oder Dating am Strand.

Privatsphäre berücksichtigen: Wie am Textilstrand auch heißt es „Abstand halten“. Die Privatsphäre von FKKlern ist zu respektieren. 

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