Führung gesucht DRK-Kreisverband Leer braucht eine neue Leitung
Die bisherige Kreisgeschäftsführerin Tanja Schäfers ist auf eigenen Wunsch ausgeschieden. Nun ist ihre Stelle ausgeschrieben. Es warten viele Aufgaben.
Leer - Nach 15 Jahren an der Spitze der DRK-Kreisgeschäftsstelle Leer ist Tanja Schäfers Ende April auf eigenen Wunsch ausgeschieden. „Zu unserem großen Bedauern“, wie der Kreisvorsitzende des DRK, Bernhard Bramlage, sagt. Schäfers sei bereits im Kreise der Ortsvereinsvorsitzenden verabschiedet worden. Nun ist der Kreisverband auf der Suche nach einer neuen Führungskraft.
Die Stellenausschreibung wurde kürzlich veröffentlicht, und es lägen bereits einige Bewerbungen vor, so Bramlage. Die Bewerbungsfrist läuft noch bis Ende des Monats. Der Vorstand könne die Auswahl in Ruhe angehen, weil die Geschäftsstelle in der Zwischenzeit mit Herbert van Loh besetzt ist. „Ein Glücksfall für uns“, sagt Bramlage.
Gute Übergangslösung gefunden
Van Loh hat die Leitung der Kreisgeschäftsstelle als Beauftragter bereits seit Juli vergangenen Jahres inne. Schäfers war seit dieser Zeit krankgeschrieben. Wie Bramlage sagt, hat van Loh nicht nur „sein ganzes Berufsleben beim DRK verbracht“ und Erfahrung als Geschäftsführer, sondern stammt überdies aus Jemgum. Er stehe bis zur Neubesetzung der Position für die Aufgabe zur Verfügung.
Wer immer die Kreisgeschäftsführung übernimmt, hat viele Aufgaben vor sich. Neben der klassischen Tätigkeit eines Geschäftsführers oder einer Geschäftsführerin, also Organisation, Finanz- und Wirtschaftsplanung und Kostencontrolling steht die Zusammenarbeit mit den 13 Ortsvereinen im Kreisverband Leer im Mittelpunkt. Der Kreisverband betreibt überdies die soziale Einrichtung „Haus Deichstraße“, die Flüchtlingssozialberatung, einen Hausnotrufdienst und weitere soziale Projekte.
Großes Projekt: Umzug nach Nüttermoor
Außerdem steht für die Geschäftsstelle der Umzug in das ehemalige Lichtkraft-Gebäude in Nüttermoor auf der Agenda. Derzeit befinden sich die Büros noch an der Heisfelder Straße. Für die Rettungswache soll ein Neubau am Klinikum entstehen: Auch dieses Projekt ist in Arbeit, es liegt jedoch überwiegend in den Händen des Landkreises.
Wegen der vielen sozialen Aufgaben und der Zusammenarbeit mit den Ortsvereinen erwartet der Vorstand neben einem wirtschaftswissenschaftlichen oder sozioökonomischen Studium, Verantwortungsbewusstsein und Entscheidungsstärke vor allem eine Qualifikation: „Gute Kommunikationsfähigkeit“, sagt Bramlage.Rettungskräfte auf Borkum sollen neues Quad bekommen
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