Westrhauderfehn überzeugt Nach Dreierpack nun Viererpack – Mansholt führt TuRa zum 5:0
Erst vor einer Woche war der 20-Jährige Matchwinner in Wiesmoor. Nun ragte er gegen Middels wieder heraus. Dabei gelang ihm ein besonderer Hattrick in gefühlter Rekordzeit.
Westrhauderfehn – Fußball-Bezirksligist TuRa 07 Westrhauderfehn bestätigte am Mittwochabend seine ausgezeichnete Form. Gegen den TuS Middels gewannen die Fehntjer klar mit 5:0. Damit blieb das Team von Trainer Erhan Colak in den letzten fünf Begegnungen ungeschlagen, holte 13 Punkte und verbesserte sich auf Rang drei.
Matchwinner war wie schon beim 3:2-Sieg in Wiesmoor Timo Mansholt. Nachdem er am vergangenen Freitag schon einen Dreierpack geschnürt hatte, gelang ihm gegen Middels schon in der Anfangsviertelstunde ein lupenreiner Hattrick binnen 13 Minuten und mit dem Treffer zum 5:0 krönte das Eigengewächs seine starke Vorstellung. Malte Eucken erzielte den weiteren Treffer.
Ein Blitzstart für TuRa
„Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft. Sie hat von Beginn an nie einen Zweifel daran gelassen, wer hier Herr im Hause ist“, freute sich Trainer Erhan Colak nach der beeindruckenden Vorstellung. „Die Jungs haben heute noch einmal gezeigt, wozu sie in der Lage sind.“
Westrhauderfehn: Gossmann, H. Meyer, Schütte, Möhlmann, Janßen, Douwes, Eucken, Stührenberg, Degner, Jajan (68. Jauken), Mansholt (81. Bohlen).
Tore: 1:0/2:0/3:0 Mansholt (Foulelfmeter, 3./6./15.), 4:0 Eucken (40.), 5:0 Mansholt (72.).Spieldaten
Im Gegensatz zur etwas schläfrig wirkenden Gäste-Abwehr waren die TuRaner von Beginn an hellwach. In der dritten Minute foulte Junior Doumba Marcel Degner knapp innerhalb des Strafraums. Schiedsrichter Maximilian Ziolkowski vom SV Herbrum zeigte sofort auf den Elfmeterpunkt und Mansholt verlud den ansonsten staken TuS-Keeper Kacper Kempisty zur frühen Führung. Nur zwei Minuten später leistete sich Koami Hedirovi einen dicken Patzer. Er verlor ein Duell an der Strafraumgrenze gegen Daoud Jajan. Der lief ein paar Schritte und passte dann in den Lauf von Mansholt, der keine Mühe hatte, das Leder über die Linie zu bugsieren.
Drei Chancen, drei Tore
Die Gastgeber ließen es danach vorübergehend etwas lockerer angehen. In der zwölften Minute verpasste Glen Sokoli den Anschlusstreffer, als er freistehend vor Hendrik Gossmann den Fehntjer Keeper aus 14 Metern überlupfen wollte, den Ball aber weit über das Tor hob. Die Platzherren nahmen den Warnschuss zur Kenntnis und agierten wieder konzentrierter.
Bei einer Balleroberung von Onno Janßen in der 15. Minute an der Mittellinie gegen Henning Corell erkannten die Middelser ein Foulspiel und blieben stehen. Der Unparteiische war anderer Meinung, ließ das Spiel laufen. Janßen spielte Marne Stührenberg an, der brachte Mansholt ins Spiel und der 20-jährige ließ auch seine dritte Chance nicht ungenutzt.
Viele weitere TuRa-Chancen
Die Gäste stellten sich danach etwas besser auf das schnelle Kombinationsspiel der Platzherren, konnten ihre Schnelligkeitsnachteile aber nicht immer kaschieren. Fünf Minuten vor der Pause eroberte Janßen erneut das Leder im Mittelkreis – diesmal gegen Sokoli – und passte den Ball wieder zu Stührenberg. Dessen Diagonalpass erlief Eucken, der das Duell mit Hedirovi gewann und aus spitzem Winkel den 4:0-Halbzeitstand markierte.
Nach dem Seitenwechsel prüfte Sokoli Torwart Gossmann zunächst mit zwei Distanzschüssen, die dem Fehntjer Kapitän aber wenig Mühe bereiteten. Nach einer Stunde zogen die Gastgeber die Zügel wieder an. In der 62. Minute, verfehlte Kempisty einen Eckball von Eucken, Mansholt mit einem Kopfball aber auch das Tor. Fünf Minuten später klärte der TuS-Keeper zweimal spektakulär gegen Jajan.
Das sagt der Gäste-Trainer
In der 72. Minute überbrückte Stührenberg mit einem langen Zuspiel auf den gerade eingewechselten Julian Jauken das Mittelfeld. Der leitete den Ball weiter auf den eingelaufenen Mansholt. Gegen dessen vierten Treffer zum 5:0-Endstand war Kempisty machtlos.
Auch das Ehrentor blieb Middels verwehrt. In der 75. Minute faustete Gossmann einen Schuss von Dirok Omar zur Ecke und kurz vor dem Abpfiff verpasste Fred Kwasi Ocloo das Leder freistehend nach einem Eckball mit dem Kopf.
„Wir haben uns heute selbst geschlagen und bei den Gegentreffern in der ersten Halbzeit kräftig mitgeholfen“, sagte Middels-Coach Bruno Mönck nach dem Abpfiff. „Uns fehlten zwar einige Akteure und ich musste auch die Innenverteidigung noch kurzfristig ersetzen, aber das soll keine Entschuldigung sein. Westrhauderfehn hat auch in der Höhe verdient gewonnen.“