Pläne für Westoverledingen  Vier Flächen für Windenergie werden jetzt genau geprüft

| | 20.05.2023 07:32 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Bislang gibt es nur an der Fehnstraße bei Steenfelderfehn Anlagen in einem bereits ausgewiesenen Windpark-Gebiet. Dort stehen sieben Anlagen. Foto: Ammermann
Bislang gibt es nur an der Fehnstraße bei Steenfelderfehn Anlagen in einem bereits ausgewiesenen Windpark-Gebiet. Dort stehen sieben Anlagen. Foto: Ammermann
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Ein Fachbüro hat für die Gemeinde Westoverledingen eine Studie für mögliche Standorte für Windkraftanlagen erarbeitet. Geklärt werden soll, wo in der Kommune Anlagen aufgestellt werden können.

Westoverledingen - Die Gemeinde Westoverledingen will den Ausbau der Windkraft forcieren. Die Kommune hat im vergangenen Jahr beim Fachbüro Diekmann, Mosebach & Partner aus Rastede eine Standortpotenzialstudie für Windenergie in Auftrag gegeben. Herausgekommen sind vier Flächen mit einer Gesamtflächengröße von rund 705 Hektar. Zum Vergleich: Ein Fußballfeld ist etwa 0,7 Hektar groß. Das bedeutet, dass aktuell rund 100 Fußballfelder in der Gemeinde Westoverledingen eingeplant werden, auf denen Windkraftanlagen aufgestellt werden können.

Neben dem bestehenden Windpark sollen bei Steenfelderfehn (Bild) werden jetzt noch vier weitere Flächen in Westoverledingen für Windenergie überprüft. Foto: Ammermann
Neben dem bestehenden Windpark sollen bei Steenfelderfehn (Bild) werden jetzt noch vier weitere Flächen in Westoverledingen für Windenergie überprüft. Foto: Ammermann

Marco Smid, Bauamtsleiter der Gemeinde Westoverledingen, machte deutlich, dass diese Flächen jetzt genau geprüft werden. „Deshalb kann man zum jetzigen Zeitpunkt auch noch nicht sagen, ob und wo künftig Windkraftanlagen in der Gemeinde stehen werden“, sagte Smid.

Bürger sollen beteiligt werden

Für den Bauamtsleiter ist auch wichtig, dass die Bürger aus der Kommune bei dem Thema beteiligt werden. „Wir müssen uns bei der Planung auch fragen, was der Bürger davon hat“, führte Smid aus. Geklärt werden soll in den nächsten Schritten zum Beispiel, ob Orte wie Esklum mit dem Strom aus möglichen Windenergieanlagen vor Ort direkt versorgt werden könnten, so der Bauamtsleiter. Auch eine Bürgerbeteiligung müsse bei den weiteren Planungen eine Rolle spielen.

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Nach Auskunft von Kirsten Beening, Pressesprecherin der Gemeinde Westoverledingen, haben sich bei der Verwaltung bereits Interessenten gemeldet, die sich vorstellen können, im Gemeindegebiet Windkraftanlagen aufzustellen. Bislang gibt es nur an der Fehnstraße bei Steenfelderfehn Anlagen in einem bereits ausgewiesenen Windpark-Gebiet. Dort stehen sieben Anlagen. In der aktuellen Studie wird von dem Fachbüro für neue Anlagen eine Referenzhöhe von 200 Metern angenommen – einschließlich Rotorblatt.

Auch Vogelfluglinien berücksichtigen

„Wir wussten ja, dass wir uns aufgrund der neuen Rahmenbedingungen noch einmal unser Gemeindegebiet bezüglich potenzieller Windenergieflächen neu anschauen mussten. Dazu haben wir ein Planungsbüro beauftragt, dass möglichst alle Optionen und Einschränkungen berücksichtigen sollte. Daraus ist nun im ersten Schritt der dargestellte Bereich geworden. Ob und inwieweit sich dieser noch einschränkt, wird sich in den nächsten Wochen und Monaten zeigen“, sagte Westoverledingens Bürgermeister Theo Douwes.

Klaus-Peter Schröder, neuer Vorsitzender des Vereins „Pro Natur Westoverledingen“, machte deutlich, dass man für Windkraftanlagen sei. „Aber Energiegewinnung und Natur müssen in Einklang gebracht werden“, sagte Schröder. Es dürfe nicht zu einer Verspargelung der Landschaft kommen. „Bei der Ausweisung von Gebieten für Windkraftanlagen müssen zum Beispiel auch Vogelfluglinien berücksichtigt werden“, sagte der Vorsitzende.

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