Goldene Hochzeit in Flachsmeer Mit dem Fahrrad-Taxi zur künftigen Frau
Hermann Kösters lernte seine Christina auf ungewöhnliche Weise kennen. Dafür nahm er einiges auf sich. Heute feiert das Paar goldene Hochzeit und verrät, was ihr Geheimnis einer langen Ehe ist.
Flachsmeer - Auf ungewöhnliche Weise sollte Hermann Kösters im Jahr 1971 aus Papenburg seine spätere Frau kennenlernen. Er brachte zur damaligen Zeit seinen Arbeitskollegen auf dem Gepäckträger seines Rades nach Hause. Der Arbeitskollege wohnte zur Miete bei der Familie Voskuhl. Und hier begegnete Hermann Kösters der damals 16-jährigen Christina Voskuhl zum ersten Mal.
„Er hat seinen Arbeitskollegen immer wieder auf die gleiche Weise nach Hause gebracht“, muss Christina Kösters selber schmunzeln, wenn sie an diese Begebenheit denkt. Es blieb also nicht bei der einen Begegnung. Die Beiden verliebten sich. Am 17. Mai 1973 folgte die standesamtliche Hochzeit im Rathaus Papenburg. Somit feiert das Ehepaar Kösters am heutigen Mittwoch das Fest der goldenen Hochzeit.
Nach Flachsmeer gezogen
Seit 17 Jahren wohnen die Kösters nunmehr in Flachsmeer, in unmittelbarer Nähe eines ihrer Kinder. Zur Familie gehören insgesamt drei Töchter und sechs Enkel. Während Christina Kösters sich früh um den Nachwuchs und den Haushalt kümmerte, sorgte ihr Mann für das Einkommen. Der heute 68-jährige Hermann Kösters absolvierte zunächst eine Lehre als Heizungs- und Lüfungsbauer, war dann zwei Jahre bei der Meyer-Werft beschäftigt, um dann zu den Nordland-Papierwerken in Dörpen zu wechseln. Dort war er als Maschinenführer im Einsatz.
Nach 43 Arbeitsjahren ging er in den Ruhestand, und genießt seitdem sein Rentendasein. In früheren Zeiten fronte Hermann Kösters seinem großen Hobby. Er war nämlich Mitglied im Schäferhundeverein Papenburg. Christina Kösters ist indes gerne unterwegs: „Ich treffe mich dafür gerne mit meinen Freundinnen und verabrede mich mit ihnen zum Essen“, erzählt Christina Kösters.
Für die heute 67-Jährige ist ein Kriterium sehr wichtig für eine lang andauernde Ehe: „Man muss sich immer gegenseitig respektieren“, sagt Christina Kösters. Zusammen mit der Familie, Freunden und Bekannten will man den Ehrentag gebührend feiern. Die Geschwister haben bereits einen schmucken Bogen erstellt, der auf das Ereignis hinweist. Auch der General-Anzeiger gratuliert recht herzlich.