Verkehrssituation auf der 3. Südwieke Kreis reagiert auf Forderung nach Tempolimit bei Klostermoor
Nach einem schweren Unfall im April setzt sich Ortsbürgermeister Kai-Uwe Zeusel für mehr Sicherheit auf der 3. Südwieke ein. Das hat der zuständige Arbeitskreis Verkehrssicherheit jetzt vor.
Klostermoor/Leer - Klostermoors Ortsbürgermeister Kai-Uwe Zeusel ist optimistisch. Denn die Mitglieder des Arbeitskreises Verkehrssicherheit haben seine Forderung nach einem Tempolimit auf der 3. Südwieke in Höhe der Ortschaft Klostermoor nicht gleich abgelehnt. „Das ist doch schon mal erfreulich“, sagte Zeusel am Freitag.
Nach Angaben von Philipp Koenen, Pressesprecher des Landkreises Leer, hat sich der Arbeitskreis am Donnerstag mit der Situation auf dem Abschnitt beschäftigt. „Es wurde entschieden, dass zunächst eine Verkehrsmessung erfolgen soll, um zu klären, wie viele Fahrzeuge dort entlang fahren und wie schnell sie fahren“, sagte Koenen. Festgestellt werden soll auch, wie viele Schüler die Straße überqueren, führte der Pressesprecher aus.
Zählung noch vor den Sommerferien
Nach Angaben von Koenen soll die Zählung in den kommenden Wochen, also vor den Sommerferien erfolgen. „Die Ergebnisse werden dann ausgewertet, um eine Grundlage für weitere Entscheidungen zu haben“, so Koenen. Wie berichtet, hatte Ortsbürgermeister Zeusel den schweren Verkehrsunfall vom 25. April zum Anlass genommen, erneut ein Tempolimit zu fordern.
Tempolimit muss kommen
Ein Kommentar von Carsten Ammermann
Steter Tropfen höhlt den Stein! Seit Jahren wird ein Tempolimit auf der 3. Südwieke in Höhe der Ortschaft Klostermoor gefordert. Bislang ohne Erfolg. Doch jetzt könnte sich etwas ändern. Nach dem schweren Unfall im April mit einer schwer verletzten Person kommt wieder Bewegung in das Thema. Das ist auch dringend notwendig. Klostermoors Ortsbürgermeister Kai-Uwe Zeusel hat einen erneuten Vorstoß unternommen. Die gute Nachricht: Die Forderung, die Geschwindigkeit von 100 auf 70 Kilometer pro Stunde zu reduzieren, ist von den Mitgliedern des Arbeitskreises Verkehrssicherheit zumindest nicht gleich abgeschmettert worden. Jetzt soll zumindest eine Verkehrszählung erfolgen. Das kann als kleiner Erfolg gewertet werden. Mal ehrlich: Wer sich die Situation auf Höhe von Klostermoor genau anschaut, der kann eigentlich nur zu dem Ergebnis kommen, dass auf dem Abschnitt zum Wohle aller Verkehrsteilnehmer künftig Tempo 70 in beide Richtungen gelten muss. Mehrere Gründe sprechen dafür, die erlaubte Geschwindigkeit auf den nur mehrere Hundert Meter langen Abschnitt zu reduzieren, damit es dort künftig weniger gefährliche Verkehrssituationen gibt: Zum einen müssen Autofahrer, die zum Ortskern von Klostermoor fahren wollen, vor der Birkhahnstraße den Wagen von 100 Kilometer pro Stunde stark abbremsen, um sicher abbiegen zu können. Außerdem endet aus Richtung Rajen kommend der Radweg direkt bei der Zufahrt zur Birkhahnstraße. Radfahrer und auch Fußgänger müssen dann auf die Straße wechseln – und dort sind aktuell noch 100 Kilometer pro Stunde erlaubt. Und außerdem sind da noch die Schüler, die von der Weihnachtsmannstraße aus die 3. Südwieke überqueren müssen, um zur Bushaltestelle bei der ehemaligen Grundschule zu gelangen. Natürlich kann man argumentieren, dass der Bereich kein Unfallschwerpunkt ist. Aber 100 Kilometer pro Stunde ist auf Höhe einer Ortschaft einfach zu schnell. Und man kann wahrlich nicht davon sprechen, dass Autofahrer ausgebremst werden, wenn die Geschwindigkeit auf 70 begrenzt wird. Aber für alle wird es sicherer. Es muss ja schließlich nicht erst etwas passieren, bevor etwas passiert. Deshalb: Tempolimit jetzt! Den Autor erreichen Sie unter c.ammermann@ga-online.de