Kein Termin für Supercup-Spiel  FC St. Pauli könnte auch erst 2024 nach Firrel kommen

| | 12.05.2023 14:14 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 4 Minuten
Wann kommt der FC St. Pauli mit dem australischen Nationalspieler Jackson Irvine (Mitte) nach Firrel? Foto: DPA
Wann kommt der FC St. Pauli mit dem australischen Nationalspieler Jackson Irvine (Mitte) nach Firrel? Foto: DPA
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Durch den Ostfriesland-Cup-Sieg hatte der Landesligist das Duell mit dem Zweitligisten gewonnen. Die Terminfindung ist nicht einfach. Deshalb gibt es für den nächsten Ostfriesland-Cup eine Änderung.

Ostfriesland - Im Oktober vergangenen Jahres gewann Grün-Weiß Firrel das Finale des Ostfriesland-Cups gegen den Fußball-Regionalligisten Kickers Emden und damit neben einem Trainingslager in Middels auch das Supercup-Spiel gegen den Zweitligisten FC St. Pauli. Ein passendes Geschenk zum 50. Geburtstag des in der Landesliga etablierten Dorfvereins für den Sommer 2023. Doch das Präsent vom Millerntor kann – anders als erhofft – in diesem Jahr vermutlich nicht mehr geöffnet werden.

Im Oktober feierte GW Firrel den Finalsieg gegen Kickers Emden. Archivfoto: Wagenaar
Im Oktober feierte GW Firrel den Finalsieg gegen Kickers Emden. Archivfoto: Wagenaar

Auch Monate nach dem Firrel-Sieg und einigen Telefonaten kann Ostfriesland-Cup-Organisator Manfred Bloem nur sagen: „Wir haben noch keinen Termin für das Supercup-Spiel gefunden.“ Da so eine Partie einen gewissen Vorlauf benötigt, ist es sehr fraglich, ob – wie von allen erhofft – im Juni oder Juli der Ball rollen kann. „Wir müssen uns da natürlich nach den Wünschen und Abläufen des FC St. Pauli richten. Das Spiel ist vertraglich zugesichert, ein genauer Termin aber nicht.“

Im Herbst oder doch erst 2024?

Die Hamburger befanden sich in der Winterpause als 15. in Abstiegsgefahr, starteten unter dem neuen Trainer Fabian Hürzeler eine unglaubliche Serie mit zehn (!) Siegen am Stück und haben nun sogar noch kleine Chancen, den Hamburger SV vom Aufstiegs-Relegations-Platz drei zu verdrängen. Auch wenn die Chancen bei vier Punkten Rückstand drei Spiele vor Schluss eher gering sind. Sollte das Supercup-Spiel diesen Sommer nicht vonstatten gehen, wären noch eine Länderspielpause im Herbst oder eben das kommende Jahr 2024 Optionen. „Das Spiel wird auf jeden Fall ausgetragen. Nur wann ist noch nicht zu sagen“, sagt Manfred Bloem.

Manfred Bloem hat den Ostfriesland-Cup mit Ewald Adden erfunden. Archivfoto: Wagenaar
Manfred Bloem hat den Ostfriesland-Cup mit Ewald Adden erfunden. Archivfoto: Wagenaar

Die durch Trainerwechsel mit anderen Vorbereitungsplänen oder Aufstiegshoffnungen bzw. Abstiegsnöten möglichen Unklarheiten bei Profi-Freundschaftsspielen „auf dem Land“ haben die Organisatoren des Ostfriesland-Cups auch dazu bewogen, umzudenken. Für den kommenden Ostfriesland-Cup hatte man mit dem Drittligisten VfL Osnabrück im Grunde schon einen Supercup-Gegner gefunden. „Doch wir haben uns wegen der Unwägbarkeiten dazu entschlossen, das Supercup-Spiel abzuschaffen“, sagt Bloem. „Der Sieger bekommt dafür einen anderen attraktiven Preis.“

Neuer Preis für den Sieger

Bisher waren mit dem Supercup-Spiel eine Beteiligung des Gastgebers an den Ticketverkäufen (40 Prozent), die Catering-Erlöse und natürlich der ideelle Wert eines solchen Spiels für den Ostfriesland-Cup-Sieger verbunden. Zudem erhält der Super-Cup-Spiel-Sieger 1500 Euro, wobei das Profiteam diese Prämie dann an drei ostfriesische Klubs ausschüttet. Bisher gab es das Supercup-Spiel einmal. Im Juni 2022 gewann Drittliga-Aufsteiger Rot-Weiss Essen beim BSV Kickers Emden.

Statt dieses Pakets bekommt der Ostfriesland-Cup-Gewinner 2023 nun einen 5000-Euro-Gutschein vom Sportartikel-Hersteller Derbystar, mit dem der Klub Ausstattung für seine Mannschaften kaufen kann. Außerdem gibt es weiterhin das Trainingslager in Middels im Wert von 3000 Euro.

So läuft der Cup 2023

„Das Turnier ist dieses Jahr mit 32.000 Euro dotiert“, sagt Manfred Bloem. Neben den Sachpreisen – alle Teilnehmer erhalten auch hochwertige Spielbälle – werden natürlich auch Geld-Prämien ausgeschüttet. Sie starten bei 300 Euro für jedes der 16 qualifizierten Teams. Mit jedem Sieg füllt sich das Bankkonto. Der Sieger kann so auf 3800 Euro kommen.

Für das Turnier sind die ranghöchsten Mannschaften Kickers Emden (Regionalliga, künftig Oberliga) und GW Firrel (Landesliga) bereits qualifiziert. Hinzu kommen die ersten neun Mannschaften der Bezirksliga und die ersten fünf der Ostfrieslandliga – es gilt die Abschlusstabelle nach dem letzten Spieltag am 3. Juni. Zwei Tage später findet in Middels die Auslosung der Achtelfinalspiele statt. Fest steht, dass der frühere Turnier-Mitbegründer Firrel im ersten Achtelfinale am Sonntag, 2. Juli, Heimrecht hat. Bei der Auslosung ist alles möglich, alle Teams liegen in einem Lostopf.

Die Achtelfinals sollen bis zum 12. Juli gespielt sein. Es folgen die Viertelfinals vom 20. bis 23. Juli und Halbfinals am 26. und 27. Juli. Das Endspiel im Emder Ostfrieslandstadion ist für Dienstag, 1. August, vorgesehen. „Es wäre aber toll, wenn wir dieses Finale auf das Wochenende davor legen könnten. Dazu müssten die jeweiligen Finalisten ihre Pokalspiele verlegen. Da müssen wir abwarten, ob das möglich ist. Ein Spiel am Wochenende wäre für so ein Finale natürlich ein schönerer Rahmen“, sagt Bloem. Und vielleicht steht dann ja auch fest, wann das „Geburtstagsgeschenk“ FC St. Pauli zum letzten Supercup-Spiel nach Firrel kommt.

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