Fehnkultur in Elisabethfehn Museumsgäste können Schiffchen schleusen
Nach dem Neubau der Schleuse Osterhausen hatte die Bürgerinitiative „Rettet den Elisabethfehnkanal“ noch Geld in der Kasse. Das hat der Verein nun einem kulturhistorischen Verwendungszweck zugeführt.
Elisabethfehn - Der Verein „Bürgerinitiative ,Rettet den Elisabethfehnkanal’“ hat, um zukünftigen Generationen und besonders Kindern die Funktionsweise einer Schleuse nahezubringen, ein bedienbares Modell einer Kanalschleuse für das Außengelände des Moor- und Fehnmuseums durch die Firma Oltmanns Metallbau in Barßel herstellen lassen.
Hintergrund für den Bau des Schleusenmodells war, dass der Verein nach Abschluss seiner erfolgreichen Initiative für den Neubau der echten Kanalschleuse Osterhausen im Elisabethfehnkanal noch Geld in der Vereinskasse übrig hatte. Dieses Geld sollte dem Moor- und Fehnmuseum Elisabethfehn (MFE) zugutekommen.
Edelstahlmodell gibt es nicht von der Stange
„Da wir durch unsere Initiative die Befahrbarkeit des Elisabethfehnkanals retten und den Neubau der Schleuse Osterhausen erreichen konnten, hatten wir die Idee, ein Schleusenmodell anfertigen zu lassen“, schilderte Henning Schünemann, Vorstandsmitglied des Vereins. Aus der Idee sei nun Wirklichkeit geworden.
„Ein robustes Schleusenmodell aus Edelstahl – wie wir es uns für unser Museum gewünscht haben – gibt es nicht von der Stange. Man kann es nicht kaufen. Es ist eine Sonderanfertigung und ein weiteres Unikat für unser Museum. Für den Museumsbetrieb muss das Modell geeignet und anspruchsvoll sein,“ erklärte die Leiterin des Museums, Antje Hoffmann, als das Schleusenmodell jetzt der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Es sei ein wunderbares, einmaliges Lernobjekt geworden, lobte Hoffmann.
Ab Anfang Juni kann im Museum geschleust werden
Freundlicherweise hatte sich die Firma Oltmanns Metallbau in Barßel bereit erklärt, so ein Modell zu bauen. Federführend beim Bau des Prototyps war deren Mitarbeiter Peter Hoppe. „Zeichnungen und Pläne für so ein Modell gab es nicht. Aber es existieren Pläne von der Originalschleuse in Osterhausen. Danach habe ich das Modell dann gefertigt. Das war gar nicht so einfach, denn es sollte ja alles naturgetreu nachgebaut werden“, erläuterte Entwickler Hoppe.
Zwar ist das Modell erstellt und auch schon funktionstüchtig, doch den Besuchern des Museums wird es erst Anfang Juni zur Verfügung stehen. „Es sind noch kleine Restarbeiten zu erledigen. Es fehlt noch eine Holzverkleidung, und ganz wichtig ist es uns, eine genaue Beschreibung der Bedienung zu fertigen, damit die Besucher es auch korrekt benutzen können“, sagt Antje Hoffmann.
Fördergeld aus mehreren Quellen
„Am Modell können Museumsgäste den Schleusengang eins zu eins zum Original nachvollziehen. Auch ein kleines Boot schwimmt in der Schleuse“, sagte der Vorsitzende der Museumsstiftung, Hans Eveslage. Es sei ein herausragendes Objekt für die Museumspädagogik. Hier werde Kulturgeschichte lebbar gemacht. „Es ist etwas zum Anfassen und ein Lernobjekt“, lobte Felicitas Sieweck, Regionalmanagerin der Leader-Region Fehngebiet.
Zur Hälfte wurde das Schleusenmodell aus dem Leader-Programm mitfinanziert. Von der Gemeinde gab es einen Zuschuss von 3000 Euro, und die Firma Oltmanns steuerte noch einmal 2000 Euro dazu bei. Insgesamt belaufen sich die Gesamtkosten für das Projekt auf 15.000 Euro.
Gedenktafel aus Bronze erinnert an Dr. Gustav Schünemann
Gemeinde Barßel gibt Geld für Schleusenmodell
„Rettet den Elisabethfehnkanal“ aufgelöst