Nach schwerem Unfall  Tempolimit auf der 3. Südwieke bei Klostermoor gefordert

| | 08.05.2023 18:53 Uhr | 1 Kommentar | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Das Schild warnt kurz vor Klostermoor vor einem Schulweg. Dennoch gilt auf dem Abschnitt weiterhin 100 Kilometer für Verkehrsteilnehmer pro Stunde. Foto: Ammermann
Das Schild warnt kurz vor Klostermoor vor einem Schulweg. Dennoch gilt auf dem Abschnitt weiterhin 100 Kilometer für Verkehrsteilnehmer pro Stunde. Foto: Ammermann
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Klostermoors Ortsbürgermeister Kai-Uwe Zeusel setzt sich für eine Reduzierung der Geschwindigkeit auf 70 km/h auf Höhe des Ortes ein. So stufen Polizei und der Landkreis Leer die Situation ein.

Klostermoor/Rhauderfehn - Nach dem schweren Verkehrsunfall am Dienstag, 25. April, auf der 3. Südwieke bei der Ortschaft Klostermoor mit einer schwer verletzten Person fordert Klostermoors Ortsbürgermeister Kai-Uwe Zeusel erneut ein Tempolimit. Aktuell darf auf dem Abschnitt zwischen der Kreuzung Papenburger Straße/3. Südwieke und dem stationären Blitzer vor der Kreuzung Gronewoldstraße/3. Südwieke 100 Kilometer pro Stunde gefahren werden.

Bei dem schweren Verkehrsunfall am 25. April wurde eine Fahrzeugführerin schwer verletzt. Foto: Weers/Archiv
Bei dem schweren Verkehrsunfall am 25. April wurde eine Fahrzeugführerin schwer verletzt. Foto: Weers/Archiv

„Das ist deutlich zu schnell“, sagte Zeusel auf Nachfrage. Denn Verkehrsteilnehmer, die in den Ort Klostermoor wollen, müssen in Höhe der beiden Zufahrten von der 3. Südwieke – also der Birkhahnstraße – die Geschwindigkeit stark reduzieren, um abbiegen zu können. „Deshalb setze ich mich für eine Reduzierung der Geschwindigkeit deutlich vor den beiden Zufahrten der Birkhahnstraße auf 70 Kilometer pro Stunde ein“, so der Ortsbürgermeister.

Schüler müssen die 3. Südwieke überqueren

Zeusel weist zudem darauf hin, dass unter anderem viele Schüler vom Weihnachtsmannweg kommend mit dem Fahrrad zur Bushaltestelle bei der früheren Grundschule Klostermoor fahren, um von dort aus mit dem Bus weiter zur Schule zu fahren. Dabei müssen die Jugendlichen die 3. Südwieke überqueren, um auf die Birkhahnstraße zu gelangen.

In Fahrtrichtung Rhauderfehn gilt vor der Kreuzung Papenburger Straße 70. Foto: Ammermann
In Fahrtrichtung Rhauderfehn gilt vor der Kreuzung Papenburger Straße 70. Foto: Ammermann

„Gerade auch für die Kinder und Jugendlichen, die die Geschwindigkeiten von Fahrzeugen schlecht einschätzen können, würde eine Geschwindigkeitsreduzierung mehr Sicherheit bedeuten“, führte Zeusel aus. Rhauderfehns Bürgermeister Geert Müller machte deutlich, dass er einen entsprechenden Antrag des Klostermoorer Ortsrates auf Reduzierung der Geschwindigkeit auf jeden Fall unterstützen werde.

Polizei sieht keinen Unfallschwerpunkt

Wie die Erfolgsaussichten sind, ist völlig offen. Denn nach Auskunft der Polizei ist der Bereich an der Einmündung zur Birkhahnstraße kein Unfallschwerpunkt. „In den vergangenen Jahren hat es dort mit dem aktuellen Unfall nur drei Unfälle gegeben“, teilte eine Sprecherin der Polizeiinspektion Leer/Emden auf Anfrage mit.

Ähnlich bewertet es auch der für die 3. Südwieke zuständige Landkreis Leer. „Die Lage in dem Bereich, in dem sich der Unfall ereignet hat, wird im Arbeitskreis Verkehrssicherheit besprochen, wenn weitere Erkenntnisse über den Unfallhergang und mögliche Ursachen vorliegen“, führte Philipp Koenen, Pressesprecher der Kreisbehörde, aus. In dem genannten Abschnitt sind 100 Kilometer pro Stunde erlaubt, weil das die allgemeine Geschwindigkeitsbegrenzung auf Straßen außerhalb geschlossener Ortschaften ist.

Keine besondere Gefahrenlage

„Diese Geschwindigkeit darf nur reduziert werden, wenn es aufgrund einer besonderen Gefahrenlage an einem Straßenabschnitt zwingend erforderlich ist. Eine derartige besondere Gefahrenlage konnte in der Vergangenheit dort rechtlich nicht festgestellt werden, zumal es in dem Bereich in den vergangenen Jahren sehr wenige Unfälle gab, die Straße gerade verläuft und gut ausgebaut ist“, so der Pressesprecher.

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