Deutschland Spargelsaison 2023: Auf diese Preise müssen sich Verbraucher einstellen
Die Spargelsaison in Deutschland ist in vollem Gange. Für die Spargelerzeuger soll sie besser verlaufen als im vergangenen Jahr. Die Erzeuger beklagen jedoch gestiegene Produktionskosten – geben aber ein Versprechen ab.
Das „weiße Gold“ ist wieder da: Die Spargelsaison 2023 in Deutschland ist endgültig gestartet. Auf den Feldern sind zahlreiche Erntehelfer unterwegs, um das regionale Gemüse aus der Erde zu holen. Spargel ist beliebt bei den Deutschen – trotz der nur kurzen Saison von Mitte April bis zum Johannistag am 24. Juni verzehrt jeder Deutsche im Durchschnitt 1,5 Kilogramm Spargel.
In den vergangenen Jahren mussten Verbraucher beim Kauf aber immer tiefer in die Tasche greifen, 2022 lag der Durchschnittspreis laut der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) bei 8,58 Euro. Bei den Produktionskosten für die Spargellandwirte wird sich in diesem Jahr vor allem der neue Mindestlohn auswirken, der seit Oktober 12 Euro anstatt 10,45 Euro pro Stunde beträgt.
Vertreter der Spargelwirtschaft beteuern aber, dass die Verkaufspreise auf dem Niveau des Vorjahres bleiben sollen. Für ein Kilogramm Spargel der Premiumklasse würden Kunden deutlich unter 20 Euro zahlen. „Es gibt auch Spargel unter zehn Euro, sodass für jeden Geldbeutel etwas dabei ist“, erklärt Rolf Meinhardt, Vorsitzender des Arbeitskreises Spargel Südhessen, der Deutschen Presse-Agentur (dpa).
Insgesamt hoffen die Spargelanbauer auf eine bessere Saison als 2022. Laut Statistischem Bundesamt wurden im vergangenen Jahr 110.300 Tonnen Spargel in Deutschland geerntet – ein Rückgang von 8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Gründe für die niedrigere Erntemenge sind vielfältig. Neben schlechtem Wetter ist auch die Anbaufläche an sich zurückgegangen, um 5 Prozent im Vergleich zu 2021.
Hinzu kamen Absatzschwierigkeiten, die vor allem den wirtschaftlichen Sorgen der Bürgerinnen und Bürger in Folge des Ukraine-Krieges und dem zurückhaltendem Kaufverhalten geschuldet waren. Die Supermarktketten reagierten und importierten vermehrt billigeren Spargel aus dem Ausland – mit der Folge, dass Spargel auf regionalen Anbauflächen erst gar nicht aus der Erde geholt wurde.
Auf die derzeit laufende Spargelsaison blicken die Anbauer aber durchaus optimistisch. „Die Nachfrage ist bereits deutlich besser als im vergangenen Jahr“, teilt etwa der Vorsitzende der Landesfachgruppe Spargelanbau im Provinzialverband der rheinischen Obst- und Gemüsebauern, Dirk Buchmann, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) mit.