Berlin  Mehrheit der Deutschen glaubt an mindestens eine dieser fünf Verschwörungserzählungen

Pia Hinrichs
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Von Pia Hinrichs
| 28.04.2023 20:31 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Während der Corona-Pandemie versammelten sich regelmäßig Verschwörungstheoretiker, um mit Gleichgesinnten ihre Überzeugungen zu verbeiten. Foto: dpa/Jens Büttner
Während der Corona-Pandemie versammelten sich regelmäßig Verschwörungstheoretiker, um mit Gleichgesinnten ihre Überzeugungen zu verbeiten. Foto: dpa/Jens Büttner
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Nicht erst seit der Corona-Pandemie ist klar: Verschwörungserzählungen treffen bei vielen Deutschen auf Zustimmung. Das bestätigt nun auch eine Umfrage der Friedrich-Ebert-Stiftung. Diese fünf Mythen sind dabei besonders beliebt.

Nicht immer muss es bei Verschwörungstheorien gleich um Aluhüte und Echsenmenschen gehen – auch politische Ereignisse werden oft zur Zielscheibe abstruser Hirngespinste. Das zeigt eine aktuelle Umfrage der Friedrich-Ebert-Stiftung. 54 Prozent der Befragten glaubten den Ergebnissen zufolge an mindestens eine der folgenden Verschwörungstheorien – mehr als ein Drittel hielt sogar mindestens zwei für wahr.

Vor allem in Bezug auf die Corona-Pandemie haben sich den Ergebnissen zufolge Verschwörungserzählungen etabliert. Während sich die Wissenschaft noch immer nicht einig ist, wie das Corona-Virus entstanden ist, sind sich etwa 18 Prozent der Befragten laut Studie sicher: Das Virus ist absichtlich als Biowaffe entwickelt worden, um Menschen zu schaden.

Doppelt so viele jedoch hatten weniger vor dem eigentlichen Virus Befürchtungen, sondern pochten vor allem auf ihre Grundrechte. So stimmten 36 Prozent der Aussage voll oder eher zu, dass die Regierung die Bevölkerung während der Pandemie gezielt in Angst versetzt habe – und das nur, um ihre Grundrechte einzuschränken.

Auch über internationale Beziehungen scheint man sich in Kreisen von Verschwörungstheoretikern ein eigenes Bild zu machen. Fast jeder Dritte glaubt laut Befragung daran, dass sich die westliche Welt gegen Russland und Putin verschworen hat. Grund dafür: Der Westen wolle so seine Macht erweitern.

Ebenso scheinen politische Eliten zur Zielscheibe von Verschwörungserzählungen zu werden. In puncto Asylpolitik befürchte ein Viertel aller Befragten, dass die deutsche Bevölkerung gegen Migrantinnen und Migranten ausgetauscht werden solle – Schuld daran sei: die Regierung.

Zuletzt wird auch das Klima nicht unkommentiert gelassen. Etwa 25 Prozent der Befragten gaben laut Studie an, vollkommen oder eher davon überzeugt zu sein, dass die Wissenschaft hinsichtlich des Klimawandels bewusst übertreibe. Als Motiv unterstellen Verschwörungserzählungen, dadurch finanzielle Gewinne und Anerkennung für ihre Forschung verzeichnen zu wollen.

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