TuRa 07 reist nach Leer Nicht nur für Erhan Colak ist das Germania-Spiel besonders
Für den derzeitigen TuRa-Trainer geht es gegen seinen künftigen Verein. Für einen Fehntjer Spieler ist es genau andersherum. Er tritt erstmals bei seinem Heimatverein Germania als Gegner an.
Westrhauderfehn – In der Fußball-Bezirksliga steigt am Sonntag das Derby zwischen dem VfL Germania Leer und TuRa 07 Westrhauderfehn. Im Fokus steht dabei TuRas scheidender Coach Erhan Colak, der in der kommenden Saison die Germanen trainieren wird. Zusätzliche Brisanz erhält das Derby durch die Tabellensituation der Leeraner, die nur drei Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz haben. Anstoß ist um 15 Uhr.
Erhan Colak versicherte in einem Interview mit unserer Zeitung, dass seine zukünftige Tätigkeit beim VfL Germania Leer am Sonntag keine Rolle spielt. Stattdessen gilt der Fokus bis zum Saisonende TuRa 07 Westrhauderfehn, und da gilt es nach den schwachen Spielen gegen die designierten Absteiger Ostfrisia Moordorf (2:2) und Concordia Suurhusen (0:2) Wiedergutmachung zu betreiben. „Das haben wir im Training aufgearbeitet und können hoffentlich mit einem freien Kopf ins Derby gehen und unsere Grundtugenden an den Tag legen“, sagt Erhan Colak.
„Julian kennt dort jeden Grashalm“
Das Derby gegen Germania Leer bleibt dabei ein besonderes Spiel. Nicht nur für den scheidenden Trainer, sondern auch für Julian Jauken, der vergangenen Sommer aus Leer nach Westrhauderfehn wechselte. „Julian hat sein Leben lang für Germania gespielt, er kennt dort im Stadion jeden Grashalm und ist besonders motiviert. Schön, dass er nach seinem Muskelfaserriss rechtzeitig wieder fit geworden ist. Und Jonte Marks kam ja auch von Germania, auch wenn er nur ein halbes Jahr dort war“, so Colak.
Colak gegen seine künftige Germania – für wen schlägt das Herz?
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Und auch den Rest seiner Mannschaft sieht der Coach bereit. „Jeder will aus diesem Prestigeduell als Sieger hervor gehen, da brauche ich die Spieler nicht extra motivieren. Der Druck ist bei Germania, in einem Derby ist die Tabelle aber nicht ausschlaggebend, da zählen Einsatz, Wille und Bereitschaft“, so Colak. Personelle Sorgen haben die TuRaner aktuell nicht. Neben den langzeitverletzten Jasper Weber und Matthias Malchus fehlt aus beruflichen Gründen nur Felix Douwes. Aus der U23 werden zudem zwei oder drei Spieler in den Kader stoßen.
Letzte Woche gegen Suurhusen waren dies Ibrahim Diarrassouba und Marcel Schulte, die beide gleich doppelt in der Startelf standen. Zunächst spielte das Duo am Vormittag mit der U23 beim 2:2 im Derby gegen Holter SV eine Stunde lag. Am Nachmittag war Diarrassouba dann weitere 72 Minuten auf dem Platz, Schulte hatte nach 55 Minuten Feierabend. „Das war im Vorfeld so abgesprochen, beide haben eine hohe Qualität und haben alles rausgehauen. Das ist natürlich nicht ideal, an den Jungs lag es aber nicht, dass wir gegen Suurhusen verloren haben.“