Aktion am Johannestag Hahnentanger See wird zum Taufbecken
Die Kirchengemeinden Rhauderfehn und Ostrhauderfehn/Holterfehn veranstalten am Johannestag am 24. Juni ein Tauffest am Hahnentanger See. Weitere Täuflinge sind willkommen.
Hahnentange - Der Johannestag, 24. Juni, ist traditionell das christliche Mitsommerfest. Er feiert die Geburt von Johannes, dem Täufer. In diesem Jahr ruft die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) dazu auf, die Taufe als Herzstück des christlichen Glaubens neu zu entdecken und zu feiern. Slogan der initiierten Taufaktion ist „Deine Taufe. Viele Gründe, ein Segen“. Im Rahmen der EKD-Aktion sollen bundesweit Kirchengemeinden rund um den Johannistag Tauffeste feiern. Die Kirchengemeinden Rhauderfehn und Ostrhauderfehn/Holterfehn beteiligen sich daran mit einem großen Tauffest am Sonnabend, 24. Juni, am Hahnentanger See. Die Feierlichkeiten starten um 15 Uhr mit einem Gottesdienst.
Aktuell sind für diesen Tag neun Taufen geplant. Vier Täuflinge kommen aus Ostrhauderfehn, fünf aus Westoverledingen. Weitere Täuflinge sind herzlich willkommen. Darüber hinaus sind alle Täuflinge der letzten drei Jahre eingeladen, sich noch einmal ihrer Taufe zu erinnern.
Ort, der zum Familienleben passt
Für Superintendent Thomas Kersten von der Kirchengemeinde Rhauderfehn und Pastorin Martina Neubarth von der Kirchengemeinde Ostrhauderfehn/Holterfehn hat das geplante Tauffest am Hahnentanger See vielfältige Vorzüge. „Die Taufe wird in aller Öffentlichkeit und unter Gottes Himmel vollzogen“, erläutert Kersten. „Es ist ein Ort, der zum Familienleben passt. Familien machen Picknick am See. Die Kirche geht dahin, wo Familien im Sommer sind.“
Die Aktion soll auch Menschen ansprechen, denen es nicht so leicht fällt, in die Kirche zu gehen. „Vielleicht fällt es ihnen leichter, an den See zu kommen. Man kann hier auch nach der Taufe bleiben. Das ist vielleicht entspannter, als danach in die Kneipe zu gehen.“
Picknick am See mit Hüpfburg
Die Menschen aus der Region könnten per Rad anreisen. Am See wird gepicknickt. Auf dem Hügel hat man eine gute Aussicht, und es gibt viele Möglichkeiten, die Kinder zu beschäftigen. Der Kreisjugenddienst mit Kreisjugendwart Manfred Dieken ist mit im Boot. Für das Tauffest wird eine Hüpfburg aufgebaut, es gibt ein Mitbringbuffet, der IssWas-Wagen des Rhauderfehner Kirchenkreisjugenddienstes ist mit Wraps und Pommes vor Ort. Musik wird eine große Rolle spielen. Geplant ist ein Spontanchor, bei dem alle eingeladen sind, mitzusingen.
Die Familien können wählen, wie die Taufzeremonie ablaufen soll. Es ist möglich, direkt in den See zu gehen und für die Taufe untergetaucht und wieder hochgeholt zu werden. Wechselsachen sollten mitgebracht werden. Oder es wird eine Taufe klassisch mit Wasser aus der hohlen Hand am Taufbecken, das direkt am See aufgebaut wird.
Untergang und Auferstehung
Für Interessierte gibt es ein Vorbereitungsabend am Mittwoch, 14. Juni, ab 17 Uhr im Gemeindehaus der Hoffnungskirche. Beim Gottesdienst am 24. Juni dreht sich alles um das Thema Taufe. Das komme im normalen Gottesdienst oft zu kurz, weiß Pastorin Neubarth. „Die Rituale und Symbole sind einigen Familien dann zu wenig. Nach der Taufe sind sie verdattert und fragen: Was, das war es schon?“ Hinzu komme, dass jeder Sonntag ein festgelegtes Thema habe. Auch Sünde, Tod und Sterben seien darunter. „Wenn die Taufe an einem normalen Sonntag abgehalten wird, kann es sein, dass im Gottesdienst diese Themen, zum Beispiel auch Untergangstexte, behandelt werden“, ergänzt Neubarth. Für Superintendent Kersten ist das kein Widerspruch: „Taufe hat auch was mit Untergang zu tun. Der alte Mensch stirbt. Der neue Mensch steht nach der Taufe wieder auf. Es hat auch was Dramatisches. Es ist Untergang und Auferstehung.“
Kersten und Neubarth hatten sich für das kommende Tauffest verschiedene Gewässer angesehen. „Es gibt auch Tauffeste am Jümmesee, das ist aber nicht unser Kirchenkreis. Am Idasee wurden auch schon von anderen Gemeinden Tauffeste veranstaltet“, erinnert sich Kersten und sagt schmunzelnd: „Ich kann mir folgende Dramaturgie gut vorstellen: Pastorin Neubarth im Taufkleid fährt auf Wasserski über den Idasee.“ Schließlich fiel die Wahl auf den Hahnentanger See. Nach der Taufzeremonie werden direkt vor Ort Tauf- und Patenurkunde sowie Stammbucheinträge überreicht. Tauflinge bekommen zusätzlich ein Erinnerungsstück. Sollte das Wetter am 24. Juni schlecht sein, findet das Tauffest in der Kirche Ostrhauderfehn statt.
Familien mit Täuflingen, die Interesse am Tauffest am Hahnentanger See haben, können sich melden bei Superintendent Thomas Kersten 04952(952022, thomas.kersten@evlka.de oder bei Pastorin Martina Neubarth 04952/942094, martina.neubarth@evlka.de.