Hamburg  Rot, süß – und gesund? So giftig sind die Erdbeeren, die es jetzt im Laden gibt

Maria Lentz
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Von Maria Lentz
| 21.04.2023 14:38 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Die Erdbeer-Saison in Deutschland hat noch nicht begonnen, im Supermarkt gibt es die süßen Früchte dennoch bereits seit Monaten. Doch Vorsicht: Gesund sind viele von ihnen nicht, sagt Ökötest. Foto: dpa/Sebastian Kahnert
Die Erdbeer-Saison in Deutschland hat noch nicht begonnen, im Supermarkt gibt es die süßen Früchte dennoch bereits seit Monaten. Doch Vorsicht: Gesund sind viele von ihnen nicht, sagt Ökötest. Foto: dpa/Sebastian Kahnert
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Mit Beginn des Frühlings verlocken auch vermehrt die Erdbeeren in den Supermärkten zum Kauf. Doch was als gesunder Snack gedacht ist, könnte schnell gesundheitsgefährdend werden. Ökotest hat getestet, wie stark die roten Früchte mit Pestiziden belastet sind.

Sie sehen schon verlockend aus, wie sie knallrot und glänzend in der Obstabteilung der Supermärkte und Discounter aus den anderen Früchten hervorstechen: Erdbeeren. Bereits seit Monaten gibt es sie in Deutschland zu kaufen – gezüchtet im Süden.

Doch nicht nur, dass ihr Anbau dort oft schlecht für die Umwelt und der Transport zu uns klimaschädlich ist, sind viele der importierten Erdbeeren auch gesundheitsschädlich. Ökotest hat 14 verschiedene Packungen getestet – 13 von ihnen kamen aus Spanien, eine aus Ägypten.

Insgesamt acht Erdbeeren haben aufgrund ihrer Pestizidbelastung Minuspunkte erhalten, zwei davon bekamen sogar die Note „ungenügend“. Am schlechtesten fiel das Ergebnis für Früchte des Discounters Norma (Frutas El Pinar, Erdbeeren, Spanien) aus. Hier hat das Labor sieben verschiedene Pestizide feststellen können. Dicht dahinter sind Erdbeeren, die im Discounter Aldi Süd (Fresaflor, Natur Lieblinge kleine Schätze Erdbeeren, Spanien, Klasse 1) erhältlich sind.

„In beiden Produkten stecken gleich mehrere aus unserer Sicht besonders bedenkliche Spritzmittel oberhalb von Spuren-Gehalten“, schreibt Ökotest zu seinen Ergebnissen. Eines davon ist Ethirimol. Dabei handelt es sich um ein bienentoxisches Fungizid, das in der EU eigentlich verboten ist. Abgebaut haben könnte es sich aus dem zweiten bedenklichen Stoff: Bupirimat. Diese chemische Verbindung wiederum gilt als krebserregend.

Ein weiteres krebserregendes Pestizid hat Ökotest in den Erdbeeren des Discounters Penny (Grufesa, Erdbeeren, Klasse 1, Spanien) nachgewiesen. In diesem Fall handelt es sich um das Insektizid Cyflumetofen.

Überraschend: Selbst in biologisch angebauten Erdbeeren fand das Labor Pestizide. Das schlechteste Ergebnis erzielten hier die Früchte des Supermarktes Tegut (Flor de Doñana, Bio Erdbeeren Naturland, Spanien, Klasse 2). Hier wurde der höchste Wert des Spritzmittels Spinosad innerhalb des Test nachgewiesen. Es handelt sich um eine Menge, „die den zulässigen Grenzwert um mehr als die Hälfte ausschöpft“, berichtet Ökotest.

Doch es gibt auch positive Ergebnisse: Die Bio-Erdbeeren der Supermärkte Rewe und Edeka – beide von Berrynest aus Spanien, Klasse 2 – bekamen als einzige im Test die Note „gut“. Hier sind laut Labor keinerlei Pestizide enthalten. Ebenso wie bei drei weiteren Erdbeer-Packungen des Testkaufs:

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