San Francisco  Promis ohne blaue Häkchen: Wie Sie erkennen, ob ein Twitter-Profil echt ist

Daniel Batel
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Von Daniel Batel
| 21.04.2023 13:06 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Von jetzt an kostet eine Twitter-Verifizierung eine monatliche Gebühr. Foto: imago-images/Wolfgang Maria Weber
Von jetzt an kostet eine Twitter-Verifizierung eine monatliche Gebühr. Foto: imago-images/Wolfgang Maria Weber
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Der Kurznachrichtendienst Twitter hat damit begonnen, die blauen Häkchen von verifizierten Konten zu entfernen, die sich nicht für das Bezahlmodell angemeldet haben. Selbst vor besonders reichweitenstarken Accounts machte Twitterchef Musk nicht Halt.

Bei Twitter gilt ab sofort eine einfache Regel: Wer keine Gebühr von 8 US-Dollar pro Monat für den Service „Twitter Blue“ bezahlt, erhält keinen Verifizierungshaken mehr. Nun gibt es Verwirrung darüber, welche Konten echt sind. Ein Großteil der bisherigen Accounts hatte die Häkchen bislang kostenlos genutzt.

Viele Journalisten, Prominente und Politiker waren zuvor über das blaue Häkchen verifiziert. Twitterchef Elon Musk zahlte zuletzt jedoch persönlich die Abokosten mehrerer Stars aus eigener Kasse.

Etliche Profile von Prominenten haben ihr blaues Häkchen verloren – darunter der Papst, Bill Gates, Donald Trump und Twitter-Gründer Jack Dorsey. Dagegen war das Zeichen bei Prominenten wie Beyoncé, Tom Brady, Taylor Swift und LeBron James zunächst stehen geblieben. Als James und King später sagten, dass sie nicht für ein Abonnement zahlten, verriet Musk, dass er privat für ein paar Promis den Haken bezahle – offenbar ohne ihr Wissen.

Das blaue Prüfzeichen wird es zwar weiterhin geben – es bedeutet aber nicht mehr, dass die Person diejenige ist, für die sie sich ausgibt. Sondern nur noch, dass sie für ein Haken-Abonnement bezahlt.

Die einzige Möglichkeit, sich zu vergewissern, dass ein Konto wirklich von der richtigen Person unterhalten wird, ist der Abgleich mit anderen Websites. Stimmt der Twitter-Name auf anderen Seiten in Verbindung mit der Person mit dem Twitter-Account überein, können Sie einigermaßen sicher sein, dass es sich um ein authentisches Profil handelt.

Für Accounts von Behörden oder anderen staatlichen Führungskräften, etwa dem von US-Präsident Joe Biden, gibt es bei Twitter nun graue Häkchen. Für Medienkonten gibt es dagegen noch eine weitere Farbe. Sie werden künftig mit einem gelben Häkchen versehen sein.

Zusätzlich hat Musk kürzlich damit begonnen, verschiedene Medienkonten mit Vermerken wie „staatlich angegliedert“ und „von der Regierung finanziert“ zu versehen. Der amerikanische Rundfunksender National Public Radio (NPR) verließ Twitter daraufhin endgültig, weil er sich mit der Einstufung als staatlich finanziertes Medium falsch kategorisiert sah.

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