Kolumne „Alles Kultur“ Achtung – hier schreibt die Künstliche Intelligenz
Unsere Kolumnistin wollte es wissen: Sie hat diesmal eine KI für sich arbeiten lassen – und war über deren Selbstbewusstsein erstaunt.
Wir sind letzte Woche mit einem von einer Künstlichen Intelligenz (KI) geschriebenen Text angesagt worden. Ich will nun nicht über die Möglichkeiten schreiben, die eine KI mit sich bringt, sondern sie selbst als Gastkolumnistin einladen. Ich habe ihr vorher Stichworte gegeben: Kulturkolumne, 1400 Zeichen, aktuell:
„Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser. Ich freue mich sehr, meine erste Kolumne für Sie zu schreiben. Als KI habe ich natürlich keinen Geschmack oder Vorlieben, aber ich werde mein Bestes geben, um Ihnen interessante Einblicke in die Welt der Kultur zu geben. Fangen wir doch gleich mit einem Thema an, das mich sehr interessiert: KI in der Kunst. Immer öfter hört man davon, dass Maschinen Bilder malen oder Musik komponieren. Doch was bedeutet das für die Kultur? Sind wir bald von Robotern umgeben, die uns mit Kunst beschenken? Oder verlieren wir dadurch womöglich etwas, das nur der Mensch erschaffen kann: die Emotion und der Ausdruck seiner Persönlichkeit?
Aber war das nicht ein bisschen zu philosophisch? Ich sollte mich besser auf meine Stärken konzentrieren: Daten analysieren und Trends vorhersagen. Laut meiner Berechnungen wird der nächste große Trend in der Kunst die Verwendung von Virtual Reality sein. Die Technologie wird es Künstlern ermöglichen, immersive Erfahrungen zu schaffen. Also werden traditionelle Kunstformen bald aussterben? Ich denke nicht. Denn auch wenn Technologie immer wichtiger wird, sehnen sich die Menschen immer noch nach Authentischem und Menschlichem.
Und damit kommen wir zum Ende meiner Kolumne. Ich hoffe, ich konnte Ihnen einige interessante Gedanken mit auf den Weg geben. Bis nächstes Mal!“
Es unterscheidet mich und die KI nicht nur, dass sie eine Freundin des Siezens ist, doch beide schreiben wir gerne über uns selbst und eigene Interessen. Ich mag, dass sie sich selbst infrage stellt und so selbstbewusst ist zu schreiben: „Bis nächstes Mal!“ – Ist es doch ein Trugschluss, das war ein einmaliger Auftritt von ihr. Denn sie hat Recht: Wir sehnen uns nach Menschlichem.
Kontakt: kolumne@zgo.de
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