Kinderbetreuung in Leer Politik muss Verantwortung übernehmen
Die Kriterien für die Vergabe von Kindergartenplätzen müssen den Einrichtungen vorgegeben werden. Anderenfalls läuft der Landkreis Gefahr, dass einige Kinder systematisch ausgegrenzt werden.
Es gibt in Leer deutlich zu wenig Kindergartenplätze. So weit, so schlecht. Um so wichtiger ist es aber, dass mit den zur Verfügung stehenden Plätzen sorgsam umgegangen wird. Berufstätigkeit der Eltern, besonderer Förderungsbedarf, Wohnortnähe, Geschwisterkinder in der Einrichtung – es gibt zahlreiche Gründe, die dafür sprechen könnten, ein Kind bevorzugt mit einem Platz zu versorgen. Welcher davon der wichtigste sein soll und welcher eher vernachlässigt werden kann, muss eine politische Entscheidung und für die Eltern nachvollziehbar und überprüfbar sein. Die jetzige Praxis mag sich eignen, wenn es genügend Plätze gibt. In Zeiten von fehlenden Plätzen aber kann sie tatsächlich dazu führen, dass ohnehin schon benachteiligte Kinder hinten runter fallen. Was passiert, wenn erst einmal der Verdacht aufkommt, ein Kind bekäme einen Platz, weil die Eltern irgendwelche Spielgeräte spendiert haben, will man sich gar nicht ausmalen.
Die Autorin erreichen Sie unter k.mielcarek@zgo.de
„Benachteiligte Kinder fallen hinten runter“
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