Deutschland  Gasgrills bei Stiftung Warentest: Nur vier überzeugen – die teuersten sind nicht dabei

Eva Dorothée Schmid
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Von Eva Dorothée Schmid
| 30.03.2023 03:13 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Alle getesteten Gasgrills grillen laut Stiftung Warentest gut. Allerdings geben manche Schadstoffe ins Essen ab. Foto: Imago Images/MiS
Alle getesteten Gasgrills grillen laut Stiftung Warentest gut. Allerdings geben manche Schadstoffe ins Essen ab. Foto: Imago Images/MiS
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Freuen Sie sich schon auf die Grillsaison? Einen Dämpfer gibt es leider von der Stiftung Warentest. Die hat zwölf Gasgrills getestet und festgestellt, dass die Roste gesundheitsbedenkliche Stoffe ans Grillgut abgeben können.

Zum Start der Grillsaison hat die Stiftung Warentest zwölf gasbetriebene Grillgeräte getestet– acht Grillwagen mit je drei Brennern, wie sie auf der heimischen Terrasse gerne zum Einsatz kommen, und vier tragbare Grills für den Grillabend im Park oder am Strand mit je einem Brenner. Die Gasgrills kosteten zwischen 98 Euro und 840 Euro.

Einmal mehr hat sich gezeigt, dass teuer nicht automatisch gut ist: Die zwei teuersten Geräte – eines von Weber, das andere von Napoleon – kamen nicht über die Note „befriedigend“ heraus.  

Die Testergebnisse seien „durchwachsen wie ein saftig-marmoriertes Nackensteak“, schreibt die Zeitschrift „test“ (Ausgabe 4/2023). Alle zwölf geprüften Gasgrills grillen gut. Allerdings hat die Stiftung Warentest viele Gasgrills herabgewertet, denn ihre Roste geben bedenkliche Stoffe ans Grillgut ab.

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Letztlich erreichen nur vier der zwölf Geräte die Note „gut“. Der Testsieger ist der Standgrill Videro Pure G3 von Rösle. Er kostet 500 Euro.

Ebenfalls gut sind Chicago 3 von Enders (287 Euro) und Gasgrillwagen Ottawa von Hellweg Rothmann (249 Euro) sowie das tragbare Modell Go Anywhere von Weber für 170 Euro.

Erst­mals hat die Stiftung Warentest untersucht, ob beim Grillen säurehaltiger Speisen problematische Stoffe wie Aluminium, Kobalt oder Nickel aus der Emaille der Grillroste ins Grill­gut übergehen können. Nur wenige Roste waren dabei gänzlich unauffäl­lig.

In einer Klimakammer prüften die Warentester außerdem, wie rost­anfäl­lig die Grills sind. Weitere Prüfpunkte: Wie gut lassen sich die Gasgrills montieren und bedienen. Und auch die gas­tech­nische Sicherheit kam auf den Prüf­stand.

Einige Modelle sind rostanfällig oder die Hauben werden zu heiß zum Berühren. Der Tischgrill Albany von Tepro könnte beim Ausdrehen sogar in Flammen aufgehen – er erhielt daher nur die Note „mangelhaft“. Das Gerät war das billigste im Test.

Wer vermeiden will, dass sein Grill Schadstoffe ans Essen abgibt, ist laut der Testergebnisse gut beraten mit einem Rost aus blankem Edelstahl. Bei den zehn emaillierten Rosten in der Prüfung war nur eine Laborprobe sauber, bei zwei weiteren lagen die Werte immerhin noch im grünen Bereich, den die Stiftung Warentest mit einschlägigen Normen definierte.

Allerdings muss erwähnt werden: Auch die Schadstoffabgabe der weiteren emaillierten Roste lag unter den Werten, die etwa die europäische Lebensmittelbehörde Efsa als tolerierbare tägliche Aufnahmemenge definiert, heißt es in der Zeitschrift „test“. Solange diese Mengen nicht überschritten werden, seien Gesundheitsschäden unwahrscheinlich. Die Stoffe sind natürlicherweise auch in manchen Lebensmitteln enthalten.

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