Hamburg  Falsch parken, Alkohol am Steuer: Diese Bußgelder drohen Autofahrern in Europa

Alexander Barklage
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Von Alexander Barklage
| 29.03.2023 19:20 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
In vielen EU-Ländern sind die Bußgelder im Straßenverkehr höher als in Deutschland. Foto: imago-images/Belga
In vielen EU-Ländern sind die Bußgelder im Straßenverkehr höher als in Deutschland. Foto: imago-images/Belga
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Die erste große Urlaubswelle ist angerollt. Die Osterferien haben in einigen Bundesländern bereits begonnen oder starten am kommenden Wochenende. Wer mit dem Auto ins europäische Ausland reist, sollte die dortigen Verkehrsregeln kennen.

In den Osterferien nutzen viele Deutsche die Zeit, um in den Urlaub zu reisen. Egal ob mit dem eigenen Auto oder mit einem Mietwagen sollten Reisende sich mit den Verkehrsregeln im europäischen Ausland beschäftigen. Ansonsten kann es teuer werden.

Der ADAC hat dazu einen Überblick über die wichtigsten Bußgelder im europäischen Ausland gegeben. Besonders aufpassen sollten Autofahrer in den skandinavischen Ländern. In Norwegen, Schweden oder Finnland kosten Geschwindigkeitsüberschreitungen von 20 km/h sehr viel Geld. Ganz vorne ist Norwegen (585 Euro), Finnland (200 Euro), aber auch die Niederlande (195 Euro) sowie die Schweiz (180 Euro) und Italien mit 175 Euro Bußgeld. Zum Vergleich, so ein Vergehen kostet in Deutschland rund 60 Euro.

Besonders beliebt ist für viele Deutsche in Grenznähe ein Besuch über die Osterfeiertage im Nachbarland Niederlande. Wer zum Einkaufen in den niederländischen Städten sein Auto mitnehmen will, sollte genau schauen, wo er parken darf. Bei einem Strafzettel wegen Falschparkens drohen in den Niederlanden bis zu 100 Euro Bußgeld. Spitzenreiter ist allerdings Polen, mit sogar bis zu 110 Euro. In anderen beliebten deutschen Urlaubsländern wie Österreich (20 Euro), Schweiz (40 Euro) oder Italien (45 Euro) ist es nicht ganz so teuer.

Alkohol trinken und dann Auto fahren, ist auch in anderen europäischen Ländern verboten und wird bestraft. Bei 1,5 Promille kann in Italien sogar das Fahrzeug vorübergehend enteignet werden. Ähnlich wird es in Dänemark bei 2,0 Promille gehandhabt. Besonders hart wird in Schweden ab 1,0 Promille reagiert - es droht dann sogar eine Freiheitsstrafe von einem Monat, in Spanien sind es ab 1,2 Promille drei Monate Haft.

Wer in Norwegen mit dem Handy am Ohr, also ohne Freisprechanlage telefoniert, muss satte 850 Euro zahlen. In Spanien werden mindestens 200 Euro, in Italien 165 Euro fällig. In Deutschland sind es 100 Euro.

Bußgelder aus anderen EU-Ländern können in Deutschland ab einem Betrag von 70 Euro vollstreckt werden. Für Verkehrsverstöße im Ausland gibt es keine Punkte in Flensburg. Auch ein im Ausland ausgesprochenes Fahrverbot gilt in Deutschland nicht. Dies will die EU jedoch in den nächsten Jahren ändern.

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