Finanzen Dafür gibt die Gemeinde Bunde 2023 Geld aus
Finanziell ist die Gemeinde Bunde nicht auf Rosen gebettet. Grund sind eingebrochene Gewerbesteuereinnahmen. Dennoch gibt es Möglichkeiten, zu investieren – und das nicht zu knapp.
Bunde - Die finanzielle Situation der Gemeinde Bunde ist alles andere als rosig. „Trotzdem wollen wir positive Akzente setzen“, sagt Bürgermeister Uwe Sap. Es wird investiert. Insgesamt mehr als zwei Millionen Euro will die 7750 Einwohner starke Gemeinde in diesem Jahr ausgeben. Dafür hat der Gemeinderat in seiner Sitzung am Donnerstagabend mit einem einstimmigen Beschluss grünes Licht gegeben. Für die inklusive Ausgestaltung der Grundschule Bunde sind in diesem Jahr 100.000 Euro vorgesehen. Das alte Gebäude soll saniert und durch einen Erweiterungsbau ergänzt werden. „Der Schulhof soll nicht deutlich verkleinert werden“, kündigte Bürgermeister Uwe Sap an.
Während in diesem Jahr die Planung im Vordergrund steht, soll die Umsetzung 2024 und 2025 erfolgen. Dasselbe gilt für den Mehrgenerationenplatz im Bunder Park. Hierfür ist im laufenden Jahr ebenfslls eine Summe in Höhe von 100.000 Euro im Haushalt eingeplant. Peu à peu sollen in Bunde einige geeignete Gebäude mit Photovoltaikanlagen ausgestattet werden, unter anderem sind dafür das Rathaus und der Kindergarten vorgesehen. Das soll helfen, Stromkosten zu sparen. Um Maßnahmen umzusetzen, muss die Gemeinde 1,59 Millionen Euro an Krediten aufnehmen, weil sie nichts mehr auf der hohen Kante und keine liquiden Mittel hat. Aufs nächste Jahr verschoben wurde der Bau von Wohnmobilstellplätzen.
Die wichtigsten Zahlen
Im Ergebnishaushalt hat die Gemeinde Bunde 3,9 Millionen Euro Miese. Im Vergleich zu den vorausgegangenen Jahren kann der Haushalt diesmal nicht vollständig durch einen Griff in die Überschussrücklage ausgeglichen, aber zumindest auf etwa 2,9 Millionen Euro reduziert werden. Auch in den kommenden Jahren wird das nach den derzeitigen Planzahlen nicht mehr gelingen. Dann wird die Gemeinde verpflichtet sein, ein Haushaltskonsolidierungskonzept aufzustellen. Sie muss festlegen, in welchem Zeitraum sie einen Haushaltsausgleich erreichen will, wie das Defizit ausgeglichen werden soll und wie das Entstehen eines neuen Fehlbetrags vermieden werden soll.
Bis 2024 wird diese Regelung aber durch eine Gesetzesänderung ausgesetzt, damit Kommunen wie Bunde die Folgen des Ukrainekriegs bewältigen können. Ausgaben reduzieren und Einnahmen erhöhen – mit dieser Strategie will die Gemeinde finanziell wieder auf einen grünen Zweig kommen. Das werden auch die Einwohner spüren. Sie müssen höhere Steuern zahlen. Zum Januar dieses Jahres wurden die Hebesätze für die Grundsteuer A und B sowie für die Gewerbesteuer von 370 auf 390 Punkte heraufgesetzt.
In der Sitzung des Rates wurden auch neue Ortsvorsteher bestimmt. Aus gesundheitlichen Gründen hatte der bisherige Ortsvorsteher von Wymeer, Gebhard Meyer darum gebeten, aus diesem Amt entbunden zu werden. Diese Aufgabe wird sein bisheriger Stellvertretet Werner Jansen übernehmen. Sein neuer Stellvertreter ist Helmut Sap.