Probleme im Hafen  Betriebserlaubnis für Bootslift in Weener ist in Gefahr

Tatjana Gettkowski
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Von Tatjana Gettkowski
| 25.03.2023 08:08 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Mit dem Bootslift werden in Weener zum Saisonstart Segeljachten und Sportboote zu Wasser gelassen. Foto: Gettkowski
Mit dem Bootslift werden in Weener zum Saisonstart Segeljachten und Sportboote zu Wasser gelassen. Foto: Gettkowski
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Der Bootslift hievt die Schiffe zum Saisonstart in den Hafen von Weener. In seinem jetzigen Zustand kommt er aber nicht durch den TÜV – nicht das einzige Problem bei der Hafen und Tourismus GmbH.

Weener - Die ersten Boote haben ihr Winterquartier verlassen und liegen wieder im Sportboothafen von Weener. Die Motorjachten und Segelboote werden mit dem Bootslift der Hafen und Tourismus GmbH (HuT) sanft zu Wasser gelassen. Doch im jetzigen Zustand kommt der Bootslift im Herbst nicht durch den TÜV. Die HuT, Tochtergesellschaft der Stadt Weener, muss kräftig investieren, damit die Bootseigentümer den Service weiter in Anspruch nehmen können.

Mit einem Trecker als Zugfahrzeug wird dieses Boot vom Trailer mit dem Bootslift zu Wasser gelassen. Foto: Gettkowski
Mit einem Trecker als Zugfahrzeug wird dieses Boot vom Trailer mit dem Bootslift zu Wasser gelassen. Foto: Gettkowski

Der Wirtschaftsplan der HuT für das Jahr 2023 wurde am Donnerstag in der Sitzung des Rates der Stadt Weener verabschiedet. „Der Bootslift muss dringend saniert werden“, teilte Bürgermeister Heiko Abbas, gleichzeitig Geschäftsführer der HuT, mit. Es sei davon auszugehen, dass der Bootslift keine Betriebserlaubnis mehr bei der nächsten technischen Überprüfung im Herbst erhalten wird. Eine grundlegende Sanierung ist darum erforderlich.

Schrottschiffe bereiten Sorgen

Erneuert werden müssen laut Abbas die elektrischen Antriebe, sämtliche Leitungen, die Hydraulik und insbesondere die Zugseile. Die Maßnahme wird nach erster vorsichtiger Schätzung mindestens 120.000 Euro kosten. Für diese Maßnahme, die weit über die reinen Instandhaltungsarbeiten hinausgehe, gebe es, anders als bei der Grundräumung des Hafens, keine Fördermöglichkeiten, die die Stadt Weener oder die HuT in Anspruch nehmen könnten.

Beim Bootslift der HuT in Weener müssen die elektrischen Antriebe, sämtliche Leitungen, die Hydraulik und insbesondere die Zugseile erneuert werden. Foto: Gettkowski
Beim Bootslift der HuT in Weener müssen die elektrischen Antriebe, sämtliche Leitungen, die Hydraulik und insbesondere die Zugseile erneuert werden. Foto: Gettkowski

Die HuT hat außerdem eine Summe von 25.000 Euro für die Entsorgungskosten eingeplant. Es wird befürchtet, dass aus Sicherheitsgründen weitere Schrottschiffe aus dem Hafen geholt werden müssen. „Um hier auch Mittel zur Verfügung zu haben, ist ein entsprechender Betrag trotz des strikten Sparkurses notwendig“, so Abbas.

Schleusensanierung ist Millionenprojekt

Die Schleuse ist nach wie vor das größte Sorgenkind des Hafens. Für die dauerhafte Sanierung der Schleuse ist nach ersten groben Schätzungen der HuT mindestens ein zweistelliger Millionenbetrag erforderlich. An einer Trockenlegung der Schleusenkammer führt kein Weg vorbei. Allein diese Maßnahme zur Schadensermittlung dürfte mindestens mit einem Millionenbetrag zu Buche schlagen.

„Diese Maßnahme können wir nicht alleine bewältigen“, so Abbas. Die HuT werde Gespräche führen, wie das Vorhaben mit weiteren Partnern realisiert werden könne. Zur Sicherstellung des Schleusenbetriebs sind in diesem Jahr 50.000 Euro eingeplant. Diese Summe dient in erster Linie für Maßnahmen, die die Sicherheit für Personal und Passanten sicherstellen sollen.

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