Probleme im Hafen Betriebserlaubnis für Bootslift in Weener ist in Gefahr
Der Bootslift hievt die Schiffe zum Saisonstart in den Hafen von Weener. In seinem jetzigen Zustand kommt er aber nicht durch den TÜV – nicht das einzige Problem bei der Hafen und Tourismus GmbH.
Weener - Die ersten Boote haben ihr Winterquartier verlassen und liegen wieder im Sportboothafen von Weener. Die Motorjachten und Segelboote werden mit dem Bootslift der Hafen und Tourismus GmbH (HuT) sanft zu Wasser gelassen. Doch im jetzigen Zustand kommt der Bootslift im Herbst nicht durch den TÜV. Die HuT, Tochtergesellschaft der Stadt Weener, muss kräftig investieren, damit die Bootseigentümer den Service weiter in Anspruch nehmen können.
Der Wirtschaftsplan der HuT für das Jahr 2023 wurde am Donnerstag in der Sitzung des Rates der Stadt Weener verabschiedet. „Der Bootslift muss dringend saniert werden“, teilte Bürgermeister Heiko Abbas, gleichzeitig Geschäftsführer der HuT, mit. Es sei davon auszugehen, dass der Bootslift keine Betriebserlaubnis mehr bei der nächsten technischen Überprüfung im Herbst erhalten wird. Eine grundlegende Sanierung ist darum erforderlich.
Schrottschiffe bereiten Sorgen
Erneuert werden müssen laut Abbas die elektrischen Antriebe, sämtliche Leitungen, die Hydraulik und insbesondere die Zugseile. Die Maßnahme wird nach erster vorsichtiger Schätzung mindestens 120.000 Euro kosten. Für diese Maßnahme, die weit über die reinen Instandhaltungsarbeiten hinausgehe, gebe es, anders als bei der Grundräumung des Hafens, keine Fördermöglichkeiten, die die Stadt Weener oder die HuT in Anspruch nehmen könnten.
Die HuT hat außerdem eine Summe von 25.000 Euro für die Entsorgungskosten eingeplant. Es wird befürchtet, dass aus Sicherheitsgründen weitere Schrottschiffe aus dem Hafen geholt werden müssen. „Um hier auch Mittel zur Verfügung zu haben, ist ein entsprechender Betrag trotz des strikten Sparkurses notwendig“, so Abbas.
Schleusensanierung ist Millionenprojekt
Die Schleuse ist nach wie vor das größte Sorgenkind des Hafens. Für die dauerhafte Sanierung der Schleuse ist nach ersten groben Schätzungen der HuT mindestens ein zweistelliger Millionenbetrag erforderlich. An einer Trockenlegung der Schleusenkammer führt kein Weg vorbei. Allein diese Maßnahme zur Schadensermittlung dürfte mindestens mit einem Millionenbetrag zu Buche schlagen.
„Diese Maßnahme können wir nicht alleine bewältigen“, so Abbas. Die HuT werde Gespräche führen, wie das Vorhaben mit weiteren Partnern realisiert werden könne. Zur Sicherstellung des Schleusenbetriebs sind in diesem Jahr 50.000 Euro eingeplant. Diese Summe dient in erster Linie für Maßnahmen, die die Sicherheit für Personal und Passanten sicherstellen sollen.