Soziales im Overledingerland Rotarier spenden 8000 Euro an die Tafel Rhauderfehn
Das Geld stammt aus verschiedenen Aktionen und Spenden. Die Tafel hat 665 Kunden und 28 Personen auf einer Warteliste. Dringend benötigt werden weitere Mitarbeiter.
Westoverledingen - Die Rhauderfehner Tafel darf sich über eine Spende in Höhe von 8000 Euro freuen. Während einer Sitzung des Rotary-Clubs Overledingen/Rhauderfehn wurde der symbolische Scheck an Egon Plaisier und Anne Rother von der Tafel übergeben. Das Geld stammt zum Teil aus dem Verkauf von Weihnachtskalendern. Im Rahmen des Weihnachtskalender-Projektes des Clubs waren im vergangenen Jahr rund 3000 Exemplare an Betriebe im Overledingerland verteilt worden, um diese den Kunden zum Kauf anzubieten. Ein Kalender kostete 5 Euro. Im Gegenzug durften sich die Gewinner der gezogenen Losnummern über Bargeld, Sachpreise oder Gutscheine freuen. „Mit dem eingesammelten Geld unterstützen wir soziale Projekte“, betonte Gesa Meyer-Brüna, Präsidentin des Rotary-Clubs Overledingen/Rhauderfehn.
Üblicherweise sind dies 1000 Euro pro Projekt. Durch finanzielle Unterstützung einer weiteren Stiftung kam noch einmal die gleiche Summe hinzu. Da im Jahr 2022 wegen Corona keine Spendenübergabe stattfinden konnte, ging die Aktion in die zweite Runde, sodass am Ende 4000 Euro zusammenkamen. „Wir selbst vom Rotary Club Overledingen/Rhauderfehn haben noch einmal 4000 Euro draufgelegt“, erklärt Meyer-Brüna. „Danke für die Spendensumme und Danke auch allen Beteiligten, die daran mitgewirkt haben. Das ist großartig“, freute sich Egon Plaisier im Namen der Rhauderfehner Tafel über den hohen Betrag. „Es ist schön, dass es Menschen gibt, die einem Rückendeckung für die geleistete Arbeit geben“, betonte Plaisier.
Tafel hat 665 Kunden
Anne Rother und Egon Plaisier berichteten über die ehrenamtliche Arbeit der 70 ehrenamtlichen Helfer (inklusive soziales Kaufhaus) sowie über die Entstehungsgeschichte der Rhauderfehner Tafel. „Wir bedienen zurzeit 665 Kunden. Das sind zum Beispiel Familien, Rentner oder Alleinstehende. Alle 14 Tage erfolgt die Lebensmittelausgabe in Klostermoor in der ehemaligen Grundschule. Wir mussten auf diesen Ausgabe-Rhythmus umstellen, um die 151 Personen auf der Warteliste mit zu integrieren. Doch jetzt haben wir schon wieder 28 Personen auf der Warteliste“, berichtete Plaisier.
Die Rhauderfehner Tafel steuert mit ihrem Kühllaster viele Discounter in der Region an und sammelt Lebensmittelspenden ein. Der Kreis der Kunden, die Lebensmittel bekommen, habe sich komplett gedreht, berichtete Plaisier. „In den Anfängen der Tafel waren es neunzig Prozent Deutsche, zehn Prozent Flüchtlinge. Jetzt sind es nur noch 24 Prozent Deutsche, die Lebensmittel von uns erhalten. Die ukrainischen Flüchtlinge bekommen 36 Prozent der eingesammelten Waren, der Rest die Asylbewerber“, sagte Plaisier.
Tafel braucht neue Mitarbeiter
„Was würde ihnen Entlastung schaffen?“, fragte Gesa Meyer-Brüna. „Wir brauchen dringend neue Mitarbeiter“, erklärte Anne Rother. „Auch ein Übersetzungsgerät oder Hilfe bei der Büroarbeit wären nicht schlecht“, so Plaisier. „Wir geben diesen Menschen eine Stimme, ein Gesicht“, erklärte Plaisier.
„Wir alle sind sehr beindruckt von Ihren Schilderungen. Das verdient unseren Respekt und Bewunderung, was Sie trotz aller Widrigkeiten tagtäglich leisten. Sie sind gute Vorbilder für viele, viele andere Menschen“, sagte Gesa Meyer-Brüna im Namen des Rotary-Clubs.