Verkehrssicherheit  Spielplatz in Weener birgt Unfallgefahr für Kinder

Tatjana Gettkowski
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Von Tatjana Gettkowski
| 20.03.2023 07:58 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Die Zuwegung vom Nedderweg zum Spielplatz wirkt auf den ersten Blick wie eine Auffahrt. Dort hat es nach Beobachtung der CDU schon gefährliche Situationen gegeben. Daher soll die Situation entschärft werden. Foto: Gettkowski
Die Zuwegung vom Nedderweg zum Spielplatz wirkt auf den ersten Blick wie eine Auffahrt. Dort hat es nach Beobachtung der CDU schon gefährliche Situationen gegeben. Daher soll die Situation entschärft werden. Foto: Gettkowski
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Der Spielplatz im Nedderweg in Weener birgt nach Einschätzung der CDU-Fraktion Gefahren für spielende Kinder. Jetzt wurde eine simple Maßnahme gefunden, den Gefahrenpunkt zu entschärfen.

Weener - Die CDU-Fraktion im Rat der Stadt Weener warnt vor Gefahren für Kinder und Verkehrsteilnehmer im Nedderweg. Nach einem Ortstermin forderte CDU-Ratsherr Reinhard Schüür im städtischen Bauausschuss konkrete Verbesserungen. „In der Vergangenheit ist es bereits zu gefährlichen Situationen gekommen“, hatte Fraktionschefin Hildegard Hinderks der Forderung zuvor bereits in einer Pressemitteilung Nachdruck verliehen.

„Der Nedderweg wird von vielen Autofahrern genutzt und dient gerne als Abkürzung zwischen Dollartstraße und Graf-Ullrich-Straße“, schilderte er das Problem. Dabei kommt man auch am Spielplatz im Nedderweg vorbei. Verkehrsteilnehmer erkennen aufgrund der versteckten Lage erst spät, wenn Kinder dort spielen oder die Straße passieren möchten. „Kinder können die Verkehrssituation nicht einschätzen, wenn sie die Straße überqueren möchten, so dass es zu gefährlichen Situationen kommen kann.“

Metallbügel bremsen Kinder aus

Im Ausschuss für Bau- und Stadtentwicklung wurde beraten, auf der Straße einen „Drempel“ zu installieren, um Verkehrsteilnehmer zu langsamem Fahren zu bewegen. Garrelt Janßen (SPD) gab zu bedenken, dass Bodenwellen immer mit einer Geräuschbelästigung verbunden sein können. Weitere Idee der CDU: Die Verwaltung soll prüfen, ob der Nedderweg – aktuell gilt hier Tempo 30 – zu einer Spielstraße gewandelt werden kann, in der man nur Schrittgeschwindigkeit, also maximal 15 Stundenkilometer, fahren darf. Fachbereichsleiterin Xenia Nording wies darauf hin, dass bei einer Spielstraße gewisse bauliche Voraussetzungen erfüllt sein müssen.

Sie hält eine sogenannte Umlaufsperre für eine schnell umsetzbare Lösung Kinder davon abzuhalten unkontrolliert vom Spielplatzgelände auf die Fahrbahn zu laufen oder zu fahren. „Für diese Bügel ist keine Genehmigung erforderlich“, erklärte sie. Dasselbe gelte für Drempel. Bei dieser Form der Bodenwelle müssten allerdings gewisse Anforderungen an den Fahrbahnbelag erfüllt sein. CDU-Ratsherr ist zwar froh über die Sofortmaßnahme zur schnellen Entschärfung des Gefahrenpunktes. „Aber man muss eigentlich die Autofahrer und nicht die Kinder einschränken“, sagte er. Die Verwaltung hat den Auftrag erhalten, welche Möglichkeiten es zu einer weiteren Verkehrsberuhigung im Nedderweg gibt.

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