Hamburg  Edeka soll bei Payback einsteigen: Das müssen Kunden jetzt wissen

Patrick Kern
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Von Patrick Kern
| 17.03.2023 11:35 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Payback statt Deutschland-Card: Edeka wechselt einem Bericht zufolge sein Bonuspunkteprogramm. Foto: dpa/Daniel Bockwoldt
Payback statt Deutschland-Card: Edeka wechselt einem Bericht zufolge sein Bonuspunkteprogramm. Foto: dpa/Daniel Bockwoldt
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Rewe lässt die Zusammenarbeit mit Payback auslaufen, um an einem eigenen Bonuspunkteprogramm zu arbeiten. Dafür soll nun Edeka bei Payback einsteigen. Was bedeutet das für Kunden?

Der Lebensmittelhändler Edeka soll künftig in das Bonuspunkteprogramm von Payback einsteigen. Das berichtet die „Lebensmittelzeitung“ auf Berufung eigener Quellen. Damit würde Edeka das Loch füllen, das die Rewe-Gruppe mit ihrem Ausstieg aus dem Payback-Programm verursacht hat. Offiziell haben sich die Edeka-Gruppe und Payback noch nicht zu einer möglichen Zusammenarbeit geäußert.

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Für Kunden, die gerne Payback-Punkte sammeln, dürfte dies eine erfreuliche Nachricht sein. Kommt die Zusammenarbeit wirklich zustande, könnten Kunden wohl in noch mehr Supermärkten und Discountern Payback-Punkte sammeln als bisher. Die Edeka-Gruppe umfasste im Jahr 2021 über 11.000 Verkaufsstellen in Deutschland, dazu gehören auch die Tochterunternehmen Netto und Marktkauf. Bei der Rewe-Gruppe sind es rund 6000 Filialen, neben Rewe gehören auch Penny und Nahkauf dazu.

Auch für Payback würde sich der Umstieg lohnen: Schließlich war die Edeka-Gruppe im Jahr 2021 mit 57,7 Milliarden Euro der nettoumsatzstärkste Lebensmittelhändler Deutschlands. Die Rewe-Gruppe lag mit 34,16 Milliarden Euro hinter der Schwarz-Gruppe auf Platz drei.

Unklar ist jedoch, wie viele Filialen das Bonuspunkteprogramm tatsächlich anbieten würden. Laut „Lebensmittelzeitung“ sei beispielsweise die Edeka-Region Hessenring nicht dabei. Auch bei der Deutschland-Card, dem derzeitigen Bonuspunkteprogramm der Edeka-Gruppe, seien aktuell nicht alle Einzelhändler beteiligt. Auch noch nicht bekannt ist, wann der Umstieg auf Payback erfolgen könnte.

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Rewe hatte im Januar angekündigt, die Zusammenarbeit mit Payback noch einmal bis Ende 2024 zu verlängern, aber danach eigene Wege gehen zu wollen. Schon zuvor machten entsprechende Gerüchte die Runde.

Nach dpa-Informationen will Rewe danach ein eigenes Kundenbindungsprogramm aufbauen. Der Handelskonzern würde damit einen viel direkteren Zugriff auf die Kundendaten und größere Möglichkeiten für eine Individualisierung seiner Angebote erhalten als bisher.

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