Aschendorfer Unternehmer  Trotz Insolvenz geht der Handel mit Kunstrasen weiter

Christian Belling
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Von Christian Belling
| 15.03.2023 18:04 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Setzt weiter auf Kunstrasen: Unternehmer Andreas Wilshusen. Foto: Archiv/Belling
Setzt weiter auf Kunstrasen: Unternehmer Andreas Wilshusen. Foto: Archiv/Belling
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Mit seiner Firma Seven Relax Group GmbH musste Andreas Wilshusen Insolvenz anmelden. Warum er dennoch weiterhin seinen Kunstrasen verkauft, das berichtet er im Gespräch mit dieser Zeitung.

Aschendorf - Mit seiner Seven Relax Group GmbH musste Unternehmer Andreas Wilshusen Insolvenz anmelden. Den Handel mit Kunstrasen betreibt der Geschäftsmann von Aschendorf aus aber weiter. Wie geht das? Von den Hallen der ehemaligen ADO-Gardinenwerke an der Hüntestraße in Aschendorf aus, bot Andreas Wilshusen mit seiner Seven Relax Group GmbH in den vergangenen Jahren verschiedene Dienstleistungen an. Auch der Handel mit Kunstrasen sowie Einstreusand gehörten zum Betrieb.

Vor wenigen Wochen meldete das Unternehmen Insolvenz an. Ein Insolvenzverwalter kümmert sich um die Verwaltung des Vermögens des Betriebs. Das Verfahren wird beim Amtsgericht in Meppen geführt. Zum Insolvenzverwalter ist Rechtsanwalt Heiner Buß aus Wiesmoor bestellt worden.

„Kunstrasen nach wie vor sehr gefragt“

Dieser teilte in der vergangenen Woche auf Anfrage mit, dass das Insolvenzverfahren gegen die Firma im Februar 2023 eröffnet wurde und die Betriebstätigkeit der Schuldnerin vollumfänglich eingestellt worden ist. Eine Fortführungsmöglichkeit werde nach seinen Worten nicht gesehen, sodass von einer dauerhaften Einstellung auszugehen ist.

Das rief nun Andreas Wilshusen auf den Plan. Gegenüber unserer Redaktion teilt der Geschäftsmann mit, dass der Handel mit Kunstrasen trotz der Insolvenz weiter laufe. Dies allerdings nicht mehr unter der Seven Relax Group GmbH, sondern der Wilshusen GmbH & Co. KG. „Unser komplett recycelbarer Kunstrasen ist nach wie vor sehr gefragt“, so der Unternehmer.

Besonders beliebt in Ballungsgebieten

Von der Beratung über die Montage bis zur Fertigstellung werde alles angeboten - entweder im direkten Kontakt mit dem Kunden oder über den Baustoffhändler. Der in den Niederlanden produzierte Kunstrasen sei nach seinen Worten besonders in Ballungsgebieten wie dem Ruhrgebiet oder der Rhein-Main-Region beliebt.

Was die weiteren Unternehmensbereiche der insolventen Seven Relax Group betrifft, teilt Wilshusen mit, dass die Kombination von Corona-Pandemie, dem Ukraine-Krieg sowie der Energiekrise nicht zuträglich für den wirtschaftlichen Erfolg gewesen sei. Von den 14 Mitarbeitern des Unternehmens seien vier Beschäftigte übriggeblieben.

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