Inder oder Biergarten? Leute haben viele Ideen für Gastronomie in Moormerland
Das Restaurantangebot in Warsingsfehn ist derzeit sehr überschaubar. Wir haben Leser gefragt, welches Angebot sie sich wünschen. Das sind die Ergebnisse.
Moormerland - In Warsingsfehn hat es schon viele Restaurants gegeben: mit griechischer Küche, Asia-Restaurants, ein Steakhaus, sowie klassische deutsche Küche. Übrig ist allein die Pizzeria Dolomiti, aber diese ist derzeit ebenfalls geschlossen – aufgrund von Kosten und Personalmangel, wie es auf der Homepage heißt.
Was und warum
Darum geht es: In Warsingsfehn fehlen Restaurants. Gibt es daran überhaupt Interesse, und was wünschen sich die Einwohner?
Vor allem interessant für: Menschen, die in Moormerland wohnen
Deshalb berichten wir: Wir hatten kürzlich darüber berichtet, dass das einzige Restaurant in Moormerland zurzeit geschlossen ist. Die Autorin erreichen Sie unter: k.lueppen@zgo.de
Aber Moormerländer wollen doch sicherlich genauso gerne essen gehen wie die Einwohner von Großefehn, wo es ein breit gefächertes Gastronomieangebot gibt. Das ist nicht allein auf den touristischen Mittelpunkt Timmel beschränkt, sondern erstreckt sich über mehrere Ortsteile, die in Sachen Bevölkerungsdichte und Landschaft ganz ähnlich aussehen wie Moormerland. Dort gibt es Italiener, Jugoslawen, einen Landgasthof, eine Brauerei und sogar ein Wikingerrestaurant.
Abwechslung und spezielle Wünsche
Von solcher Abwechslung ist in Moormerland keine Rede, wo die Zahl der Restaurants mit dem Gasthof zur Linde und Landgasthaus Oltmanns in Neermoor, Bei Cassi in Rorichum oder der Alten Scheune in Jheringsfehn überschaubar ist. Imbissbetriebe, in denen man Döner, Pizza oder Pommes-Currywurst bekommt, gibt es eine ganze Reihe.
Was wünschen sich die Einwohner? Das hatte diese Zeitung kürzlich auf ihrem Instagram-Kanal gefragt und viele Antworten bekommen. Das Ergebnis zeigt, dass die Einwohner durchaus Appetit auf einheimische und ausländische Küche haben, aber auch spezielle Wünsche wurden geäußert.
Ganz vorne: griechische Küche
Die erste Frage war, ob überhaupt ein Restaurant fehlt. Den Beitrag haben 2911 Leute gesehen, davon haben 212 für „ja“ gestimmt, 98 für „nein“. Allerdings ist nicht sicher, ob alle Teilnehmer überhaupt aus Warsingsfehn oder der Gemeinde Moormerland insgesamt kommen. Dann wurde danach gefragt, welche Restaurants sich die Menschen wünschen.
Eindeutig vorne: ein griechisches Restaurant (21 Stimmen), gefolgt von Asia-Restaurant (18) – darunter fallen auch mongolische oder thailändische Küche oder Sushi. Immerhin zehn Teilnehmer wünschen sich ein italienisches Restaurant/ Pizzeria, und acht Menschen sprechen sich für deutsche Küche aus. Explizit wurde zum Beispiel die Rückkehr des Steakhaus Jadran gewünscht und indische Küche wollten drei Teilnehmer. „Ein indisches Restaurant fehlt generell in der Region“, lautete eine Stimme.
Was Exotisches: jamaikanisches Essen
Einzelstimmen sprachen sich für ein Burgerrestaurant oder ein amerikanisches Diner aus, und sogar einen Mexikaner wünschte sich jemand. Noch etwas Exotisches: jamaikanische Küche. Was verwundert: Es gab nur eine Stimme für ein vegetarisches Restaurant, dabei scheint das doch im Trend zu sein. Jeweils drei Stimmen gab es für Balkan-Küche und türkische Spezialitäten, einer sprach sich für Syrien aus: „Da gibt es eigentlich tolle Speisen“, findet der Teilnehmer.
Einen besonderen Wunsch gab es auch: „ein Biergarten am Randkanal“, erhofft ein Teilnehmer. Das klingt zwar gut, aber nach Auskunft der Gemeinde wäre es wohl schwierig, dafür einen geeigneten Standort zu finden, der zum einen eine passende Zuwegung und Parkplätze hätte, und zum anderen so gelegen wäre, dass sich keine Anwohner gestört fühlen. Grundsätzlich wäre die Gemeinde aber bereit, die Ansiedelung eines Gastronomiebetriebes zu unterstützen, sagte Bürgermeister Hendrik Schulz.
„Hauptsache, mal was mit Qualität“
Zwei Teilnehmer an der Umfrage wünschten sich keine besondere regionale Ausrichtung eines Restaurants. Ihnen war dagegen etwas anderes wichtig: „Hauptsache, mal eines mit Qualität“, schrieb der eine – „Eins, was eine Qualität liefert! Egal, ob deutsche, italienische oder griechische Küche“, lautete der andere Kommentar.
Kürzlich hatte der Vorsitzende des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands Ostfriesland, Erich Wagner aus Wiesmoor, die Einschätzung gegeben, dass Warsingsfehn mit seinen rund 8000 Einwohnern eigentlich das Potenzial für gute Restaurants hätte. Wenn jemand dort eine Existenz gründen wolle und sich mit einer ideenreichen Speisekarte und guter Qualität präsentiere, „könnte das eine Goldgrube werden“, so Wagner.
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