Tecklenburg Ausstellung von Emil Nolde und Herbert Beck in Tecklenburg
Mit 46 Werken von Herbert Beck und acht Aquarellen von Emil Nolde will das Otto-Modersohn-Museum in Tecklenburg dem „Geheimnis der Farbe“ auf die Spur kommen. Das ist der Titel der Ausstellung, die bis zum 13. August läuft.
Vier Jahre vor dem Tod des berühmten Expressionisten Emil Nolde (1867-1956) kam es zu einer Begegnung der beiden Künstler, wie das Museum in seiner Ankündigung schreibt. Der renommierte Maler besuchte eine Ausstellung Becks in Hamburg und brachte einige seiner Aquarelle mit. Dies hatte großen Einfluss auf den damals 32-jährigen Künstler: „Noldes glühende Farbigkeit zu erreichen, war das Ziel unzähliger Studien. Es gelang mir im Laufe der Zeit, meine Bildnisse expressiv, farbstark zu malen, ohne bunt zu werden“, schrieb Beck (1920-2010) später.
Die gemeinsame Ausstellung der zwei Meister der Aquarellmalerei soll die einzigartige Klasse Noldes, aber ebenso Becks Weiterführung dieser expressiven Malerei in neue gestalterische und inhaltliche Bereiche zeigen. Im Otto-Modersohn-Museum stehen sich zudem zwei Persönlichkeiten gegenüber, die ein unterschiedliches Verhältnis zum NS-Regime hatten. Während Nolde Antisemit, Rassist und bis 1945 auch Anhänger des Nationalsozialismus war, wurde Beck durch seine persönlichen Erlebnisse im Zweiten Weltkrieg geprägt.
Die Ausstellung „Das Geheimnis der Farbe“ mit Werken von Emil Nolde und Herbert Beck ist noch bis zum 13. August 2023 im Otto-Modersohn-Museum in Tecklenburg zu sehen. Es ist freitags von 14 bis 18 Uhr sowie samstags und sonntags von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Mehr Infos im Internet unter ommt.de.