Spielplatz-Konzept erarbeitet  Zwölf Spielplätze sollen zu Bauplätzen werden

| | 13.03.2023 11:57 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 4 Minuten
Anwohner des Schröderskamps, Telkampswegs und der Folmhuser Straße in Ihrhove machen sich für den Erhalt des Spielplatzes am Schröderskamp stark. Sie möchten nicht, dass diese Fläche zu einem Bauplatz wird. Foto: Ammermann
Anwohner des Schröderskamps, Telkampswegs und der Folmhuser Straße in Ihrhove machen sich für den Erhalt des Spielplatzes am Schröderskamp stark. Sie möchten nicht, dass diese Fläche zu einem Bauplatz wird. Foto: Ammermann
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Die Gemeinde Westoverledingen hat ein Konzept zur Spielplatz-Nutzung erarbeitet. Das sieht vor, dass aus zwölf Spielplätzen Bauplätze werden sollen. Die Pläne werden am 21. März vorgestellt.

Westoverledingen - Die Gemeinde Westoverledingen will die Attraktivität der Spielplätze steigern. Das könnte aber zur Folge haben, dass am Ende von den 58 vorhandenen Spielplätzen insgesamt 18 nicht erhalten bleiben. So sieht es das Konzept vor, über das am Dienstag, 21. März, um 17.30 Uhr im Rathaus in Ihrhove während der öffentlichen Sitzung des Ausschusses für Jugend, Senioren und Soziales der Gemeinde Westoverledingen beraten werden soll.

In dem Konzept heißt es, dass zwölf Spielplätze zu Bauplätzen umgewandelt werden sollen. Betroffen sein sollen folgende Spielplätze: Flachsmeer (Spielplatz kleines Gehölz), Folmhusen (Spielplatz an der Welfenstraße), Großwolde (Spielplatz an der Fröbelstraße), Ihren (Spielplatz an der Parkstraße), Ihrhove (Spielplatz an der Alemannenstraße), Ihrhove (Spielplatz an der Beethovenstraße), Ihrhove (Spielplatz an der Kleiststraße), Ihrhove (Spielplatz am Schröderskamp), Steenfelde (Spielplatz an der Gladiolenstraße), Völlenerfehn (Spielplatz an der Leipziger Straße) und Völlenerkönigsfehn (Spielplatz an der Eichhornstraße). Das Konzept sieht zudem vor, dass in Flachsmeer der Spielplatz und der direkt angrenzende Bolzplatz an der Rektor-Reiners-Straße zu einem Bauplatz werden sollen. Hinzu kommen folgende fünf Flächen, die zu Kompensationsflächen umgewandelt werden sollen: Großwolde (Spielplatz und Bolzplatz an der Friedhofstraße), Ihrhove (Bolzplatz an der Beethovenstraße), Steenfelde (Spielplatz am Bahnweg) und Völlen (Spielplatz am Truffen). Außerdem soll der Spielplatz in der Verdistraße – laut Gemeinde eine kleine Fläche – verkauft werden.

Die anderen Spielplätze sollen aufgewertet werden.

In dem 67 Seiten umfassenden Konzept heißt es, dass die Gemeinde wenig genutzte Plätze aufgeben und diese in Kompensationsflächen oder Bauplätzen umwandeln will. „Die aus dem Bauplatzverkauf erzielten Einnahmen finanzieren dabei die Umwandlung und damit die Aufwertung der anderen Spielplätze sowie der Kompensationsflächen, um so einen erheblichen Mehrwert für die Einwohnerinnen und Einwohner im Gemeindegebiet zu schaffen“, heißt es weiter. Und die Kommune macht in dem Konzept weiter deutlich: „Dennoch ist das Bedürfnis, sich spielerisch zu bewegen, spürbar. Hier bieten sich die öffentlich zugänglichen Spiel- und Bolzplätze sowohl als Bewegungs-, als auch Begegnungsräume an. Das Spielplatzkonzept sieht an manchen Orten auch eine generationsübergreifende und / oder inklusive Nutzung von Kindern, Erwachsenen und Senioren mit und ohne Handicap vor. An diesen Plätzen können neben barrierefreien Spielgeräten auch verschiedene Sport- und Fitnessgeräte sowie kommunikationsfördernde Sitzlandschaften aufgestellt werden.“

Es gibt aber auch Nachbarschaften, die ihren Spielplatz behalten möchten. Anwohner des Schröderskamps, Telkampswegs und der Folmhuser Straße in Ihrhove zum Beispiel setzen sich dafür ein, dass die Fläche am Schröderskamp nicht zu einem Bauplatz wird. Die Betroffenen haben bereits ein Gespräch mit Westoverledingens Bürgermeister Theo Douwes geführt und haben ihre Argumente für den Erhalt des Spielplatzes auch während der jüngsten Sitzung des Ihrhover Ortsrates vorgetragen.

Nachbarschaft für Erhalt des Spielplatzes

„Es ist nicht so, dass auf dem Spielplatz Schröderskamp keine Kinder mehr spielen – im Gegenteil. Gerade viele Großeltern besuchen mit ihren Enkeln trotz einer gewissen Trostlosigkeit des Platzes die Fläche. Unsere Enkelkinder mögen den Platz dennoch, da sich hier ein Treffpunkt entwickelt“, heißt es in einem Schreiben an die Gemeinde. Zudem weisen die Anwohner darauf hin, dass vor Jahren in Eigenleistung ein Boule-Platz geschaffen worden sei. Der solle reaktiviert werden.

Außerdem plane die Nachbarschaft weitere gemeinschaftliche Aktionen, wie das Aufstellen eines Maibaumes und ein Straßenfest unter Einbeziehung der Bewohner der Altenheime. „Der Spielplatz soll zu einem Mehrgenerationenplatz werden, zu einem Treffpunkt von Jung und Alt“, heißt es. Anwohner der drei Straßen wollen am Dienstag, 21. März, an der Sitzung des Ausschusses teilnehmen und auch dort ihre Argumente für den Erhalt es Spielplatzes vorbringen.

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