Leeraner Hafen  Flusskreuzfahrten boomen – das planen die Stadtwerke am Hafen

Michael Kierstein
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Von Michael Kierstein
| 09.03.2023 09:57 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Am Freitag besucht die „MS Johannes Brahms“ wieder den Leeraner Hafen. Foto: Wolters
Am Freitag besucht die „MS Johannes Brahms“ wieder den Leeraner Hafen. Foto: Wolters
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Am Freitag startet die Flusskreuzfahrt-Saison in Leer. Die Stadtwerke haben einiges geplant, um die Anlegestelle aufzuwerten.

Leer - Der Leeraner Hafen hat einen Rückschlag erlitten. Der Umschlag ist im vergangenen Jahr im Vergleich zum Vorjahr um gut 21 Prozent auf 322.619 Tonnen gesunken. Positiv entwickelt haben sich allerdings die Zahlen in Sachen Sportboot-Tourismus. Nach 2020 (1241 Sportboote geschleust) und 2021 (1076 Sportboote geschleust) waren es 2022 insgesamt 1565 Boote.

Was und warum

Darum geht es: Flusskreuzfahrten werden immer bedeutender für den Hafen. Deshalb wollen die Stadtwerke die Anlegestelle attraktiver machen.

Vor allem interessant für: alle, die sich für Flusskreuzfahrten oder den Leeraner Hafen interessieren

Deshalb berichten wir: Am Freitag startet die Saison.

Den Autoren erreichen Sie unter: m.kierstein@zgo.de

Und, es gibt noch eine weitere positive Entwicklung: In diesem Jahr werden wieder viele Flusskreuzfahrer in der Ledastadt erwartet. Es zeigt sich: Der Tourismus in der Stadt läuft wieder an. Und deshalb wollen die Stadtwerke handeln.

Kommen mehr Flusskreuzfahrer nach Leer?

Ja. „2020 hatten wir auf einen Rekord gehofft, da fast 30 Flusskreuzer angemeldet waren. Dann kam Corona, so dass es in dem Jahr dann doch nur 14 Flusskreuzer-Anläufe des Leeraner Hafens gegeben hatte“, so Stadtwerke-Sprecher Edgar Behrendt. 2021 und 2022 war die Bilanz ebenfalls coronabedingt überschaubar. Nach nur sechs Anläufen im Jahr 2021, waren es dann 2022 wieder 17.

Diese Anlegestelle für die Flusskreuzfahrer wollen die Stadtwerke aufwerten. Foto: Wolters
Diese Anlegestelle für die Flusskreuzfahrer wollen die Stadtwerke aufwerten. Foto: Wolters

„Für 2023 haben wir mittlerweile sogar schon mehr als 30 Anmeldungen. Es sieht also danach aus, dass wir den eigentlich für 2020 erwarteten Rekord mit Verspätung nun 2023 realisieren können“, sagt er. Viele Schiffe seien für einen Tag im Hafen, viele aber auch über Nacht.

Wird die Anlegestelle überarbeitet?

Ja. „Es geht um den Anlegeplatz, den wir beginnend in diesem Jahr aufwerten möchten“, sagt Behrendt. Unter anderem prüfe man verschiedene Vorhaben – zum Beispiel die Neupflasterung, die verbunden mit einer neuen Struktur der Fläche verbunden sei. „Ebenso ist die Verbesserung der Möglichkeiten zur Ver- und Entsorgung ein wichtiges Thema“, sagt er.

Gibt es in Leer Landstrom?

Ja, aber das reicht nicht aus. Deshalb plane man, auch diese Stromversorgung zu überarbeiten. „Diese ist zwar vorhanden, aber reicht nicht zur kompletten Versorgung des Bedarfs an Bord der Flusskreuzer aus“, so Behrendt.

Woher kommen die für die Flusskreuzer zuständigen Reedereien?

Aus den Niederlanden, der Schweiz, Österreich und Deutschland. Die Zahl der Unternehmen, die für die Flusskreuzer zuständig sind und mit den Stadtwerken Kontakt halten, sei zudem gestiegen – auf mittlerweile sieben.

Wie viel Geld plant man ein?

Hier halten sich die Stadtwerke aktuell noch vage. „Ein höherer fünfstelliger Betrag“, sagt der Sprecher auf Nachfrage. Mit Blick auf die zunehmende Bedeutung der Flusskreuzfahrten wolle man die Bedingungen im Leeraner Hafen verbessern.

Wann beginnt die Saison?

An diesem Freitag. Um die Mittagszeit wird das erste Flusskreuzfahrtschiff im Hafen festmachen. Angekündigt ist die Ankunft der 82 Meter langen „MS Johannes Brahms“.

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