Hamburg Deutsche Autofahrer aufgepasst: In den Niederlanden drohen neue Bußgelder
Deutsche Autofahrer sollten sich im Nachbarland Niederlande an die Verkehrsregeln und die Geschwindigkeitsbegrenzungen halten – ansonsten kann es teuer werden. Zudem können die Bußgelder auch in Deutschland vollstreckt werden.
Die meisten Autofahrer wissen, dass sie, sobald sie die deutschen Autobahnen verlassen haben, vermehrt auf das Bremspedal drücken müssen. Ansonsten könnte es unter Umständen teuer werden. Besonders für Autofahrer, die seit März in die Niederlande fahren, sollten aufpassen – hier gibt es seit Monatsbeginn neue Strafen für Verkehrsvergehen.
Verkehrssünder müssen in unserem westlichen Nachbarland seit 1. März tiefer in die Tasche greifen – Tempo- und Handy-Verstöße sind nun bis zu zehn Prozent teurer.
Genauso wie in Deutschland kostet es mehr Strafe, wenn man die erlaubte Höchstgeschwindigkeit innerhalb geschlossenen Ortschaften überschreitet. Wer auf den niederländischen Autobahnen 20 km/h zu schnell unterwegs ist, muss ab sofort 196 statt zuvor 181 Euro bezahlen. In geschlossenen Ortschaften würde das gleiche Vergehen 219 statt 201 Euro kosten.
Zur Info: In den Niederlanden darf man zwischen 6 und 19 Uhr nur noch 100 km/h fahren, von 19 bis 6 Uhr 130 km/h. Innerorts ist die erlaubte Höchstgeschwindigkeit 50 km/h.
Besonders teuer wird es, wenn man mit seinem Handy am Ohr während der Fahrt erwischt wird. Wer ohne Freisprechanlage telefoniert, muss 380 Euro Strafe zahlen (zuvor: 350 Euro).
Um 30 Euro teurer wird es für Rotsünder, 280 Euro statt zuvor 250 Euro müssen Autofahrer beim Überfahren einer roten Ampel bezahlen. Jeweils zehn Euro mehr müssen Verkehrsteilnehmer bezahlen bei Park- und Halteverstöße (110 statt 100 Euro), sowie beim Fahren ohne angeschnallt zu sein (160 statt 150 Euro).
Wenn deutsche Autofahrer früher im Ausland während des Urlaubes geblitzt wurden, mussten sie kaum befürchten, zu Hause dafür belangt zu werden. Diese Zeiten sind längst vorbei. Besonders die niederländischen Behörden sind dafür bekannt, auch bei geringfügigen Verkehrsverstößen nicht locker zu lassen.
Sollte das Bußgeld nach der ersten Frist nicht gezahlt werden, erhöht sich die Strafe um 50 Prozent, beim zweiten Überschreiten der Frist 100 Prozent mehr. Auch andere Verkehrsübertretungen im EU-Ausland werden mittlerweile auch in Deutschland vollstreckt.