Neue Zahlen bekannt  Sanierung der Obdachlosenunterkunft in Leer wäre enorm teuer

Michael Kierstein
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Von Michael Kierstein
| 08.03.2023 08:26 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Die Obdachlosenunterkunft ist in schlechtem Zustand. Foto: Wolters/Archiv
Die Obdachlosenunterkunft ist in schlechtem Zustand. Foto: Wolters/Archiv
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Das Gebäude ist in einem desolaten Zustand. Nun ist klar, was die Stadt für eine Instandsetzung investieren müsste.

Leer - Die Obdachlosenunterkunft an der Eisinghausener Straße in Leer ist in desolatem Zustand. Dass die Gebäude baufällig und unbewohnbar sind, ist schon länger bekannt.

Was und warum

Darum geht es: Eine Instandsetzung der Obdachlosenunterkunft wäre teuer. Nun ist klar, wie teuer.

Vor allem interessant für: Alle, die wissen wollen, wie es um die Unterkunft steht

Deshalb berichten wir: Im Sozialausschuss wurden die Zahlen präsentiert.

Den Autor erreichen Sie unter: m.kierstein@zgo.de

Seit mehreren Jahren stehen die sieben Unterkünfte in der Eisinghausener Straße nicht mehr für die Unterbringung von Obdachlosen zur Verfügung. Sie waren mittlerweile so marode, dass sie nicht mehr bewohnbar waren. Das ist ein echtes Problem für die Stadt, die nun extra Wohnungen anmieten muss, um sie Obdachlosen zur Verfügung zu stellen. Nun war das Gebäudemanagement der Stadt vor Ort, um sich ein genaues Bild über die Schäden zu machen. Und diese sind verheerend.

Zustand der Unterkunft

„Es gibt unter anderem Schimmel, veraltete Rohre, Heizungen und Leitungen, ein ungedämmtes Dach und beschädigte Böden. Es macht keinen Sinn, das instand zu setzen“, sagte Grit Fokken von der Stadt im Sozialausschuss. Eine Instandsetzung würde enorm teuer werden und den Haushalt der Stadt massiv belasten. Anfangs war noch geschätzt worden, dass rund eine viertel Millionen Euro investiert werden müssten, um das Gebäude überhaupt bewohnbar zu machen. Nun ist klar, dass es deutlich teurer werden würde.

„Wir reden von geschätzt 760.000 Euro für die Instandsetzung. Dazu kämen 50.000 Euro für die Kläranlage und die Außenbereiche müssen auch gemacht werden“, so Fokken. Ein Neubau würde wahrscheinlich noch teurer werden– und zeitfressend, weil ein ganz neues Bebauungsplanverfahren durchlaufen werden müsste.

Zum Hintergrund um die Unterkunft

Seitdem vor mehr als zwei Jahren die sieben Obdachlosenwohnungen in der Eisinghausener Straße geräumt werden mussten, weil die Gebäude baufällig und unbewohnbar geworden waren, begannen die Planungen. Zwischenzeitlich hatte die Stadt nur noch fünf eigene so genannte Schlichtwohnungen im Birkhahnweg, in denen maximal zwölf Menschen leben können.

Um ihrer Verpflichtung gerecht zu werden, unfreiwillige Obdachlosigkeit zu vermeiden, hatte sie zusätzliche Wohnungen angemietet, in denen Wohnungslose vorübergehend unterkommen können. Nun steht also fest, dass auch die Herrichtung des ursprünglichen Standorts der Obdachlosenunterkunft die Stadt teuer zu stehen kommen würde. Und bei den Zahlen geht es nur darum, dass diese bewohnbar werden und energetisch auf einem Stand sind, der heutigen Standards entspricht. Die vielen Schäden, die im Laufe der Jahre entstanden sind, fordern ihren Tribut.

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