Stade  Ermittlungen gegen Fynn Kliemann eingestellt – Geldbuße für Youtuber

Maximilian Matthies
|
Von Maximilian Matthies
| 02.03.2023 13:19 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Die Ermittlungen gegen Fynn Kliemann in Zusammenhang mit Corona-Masken werden eingestellt. Foto: dpa/Hauke-Christian Dittrich
Die Ermittlungen gegen Fynn Kliemann in Zusammenhang mit Corona-Masken werden eingestellt. Foto: dpa/Hauke-Christian Dittrich
Artikel teilen:

Youtuber Fynn Kliemann zahlt im Zusammenhang mit der Maskenaffäre eine Geldbuße. Dafür stellt die Staatsanwaltschaft Stade die Ermittlungen gegen den Gründer des Kliemannslands ein.

Fynn Kliemann kann aufatmen: Die Ermittlungen gegen den Influencer, Youtuber und Unternehmer aus Niedersachsen im Zusammenhang mit Betrugsvorwürfen rund um Corona-Schutzmasken werden eingestellt. Das teilt Oberstaatsanwalt Kai Thomas Breas von der zuständigen Staatsanwaltschaft Stade am Donnerstag gegenüber unserer Redaktion mit. Das zuständige Gericht habe dafür seine Zustimmung gegeben.

Im Gegenzug erhält Kliemann eine Geldbuße in Höhe von 20.000 Euro. Das Geld soll an vier gemeinnützige Organisationen fließen. Mit der Einstellung des Verfahrens kann es zu keiner Anklageerhebung gegen Kliemann mehr kommen. Er ist damit nicht vorbestraft.

Auch interessant: Fynn Kliemann: Eine Chronologie des Influencer-Absturzes

Man habe die Betrugsvorwürfe im Zuge der Ermittlungen geprüft. Vor Gericht hätten die Vorwürfe vermutlich aber keinen Bestand mehr gehabt. Bei dem Verfahren sei es neben einem Betrugsverdacht vor allem um den Verdacht des Verstoßes gegen das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb gegangen, sagt Breas. Die Geldbuße für Kliemann orientiere sich an dem üblichen Strafmaß in diesem Fall.

„Alle strafbaren Handlungen im Zusammenhang mit den Masken sind erledigt“, heißt es vom Oberstaatsanwaltschaft. Die Ermittlungen gegen den Ex-Geschäftspartner von Kliemann, Tom Illbruck, laufen dagegen weiter. Das Ergebnis sei offen, sagt der Sprecher der Staatsanwaltschaft. Illbruck schildert gegenüber der Deutschen Presse-Agentur, die Staatsanwaltschaft habe ihm ebenfalls angeboten, das Verfahren gegen eine Geldstrafe einzustellen. Das lehne er aber weiterhin ab. „Ich möchte vollumfänglich geklärt haben, dass die Vorwürfe rechtlich nicht haltbar sind.“

Lesen Sie auch: Wer alles bei Fynn Kliemann investiert hat – und was sie dazu sagen

Kliemann zeigt sich hingegen erleichtert: „Ich bin sehr froh über die Entscheidung“, heißt es in einem schriftlichen Statement, das der „Welt“ vorliegt. Dass die Betrugsvorwürfe „falsch“ seien, sei für ihn persönlich sehr wichtig. Unabhängig davon habe er „nicht alles richtig gemacht“. „Ich habe mir alles schön geredet, den Fokus verloren und falsche Entscheidungen getroffen.“ Kliemanns Presseanwalt Christian Schertz bedauert eine mediale „Vorverurteilung und Stigmatisierung“.

Gegen Kliemann waren nach Recherchen des TV-Magazins „ZDF Magazin Royale“ von Jan Böhmermann Betrugsvorwürfe in Zusammenhang mit Corona-Masken erhoben worden. Nach dem Bekanntwerden hatte sich der als Heimwerker-König bekanntgewordene Youtuber aus der Öffentlichkeit zurückgezogen und auch seinen Posten als Geschäftsführer in dem von ihm gegründeten Kliemannsland abgegeben.

Mit dpa

Ähnliche Artikel