Hamburg  Täuschend echt: Falscher Punica-Account sorgt auf Twitter für Lacher

Patrick Kern
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Von Patrick Kern
| 28.02.2023 13:02 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
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Seitdem das Aus der Punica-Saft-Produktion bekannt ist, postet ein täuschend echter Fake-Account im Namen der Marke humorvolle Tweets. Trotzdem fiel ein Nachrichtenportal auf das falsche Punica-Team herein.

Kürzlich hat der Getränkehersteller PepsiCo das Aus der bekannten Punica-Säfte bekanntgegeben. Die Produktion sei wegen „strategischer Prioritäten“ schon im September eingestellt worden, nun würden in den Supermärkten noch die Restbestände verkauft, so das Unternehmen gegenüber dem Nachrichtenportal „t-online“.

Das Ende der Saftmarke wird seitdem auch in den sozialen Medien viel diskutiert. Ein Twitter-Account sticht dabei hervor und treibt es in besonderem Maße auf die Spitze: Der Account „@punicaDE“. Der Name lässt vermuten, dass es sich hierbei um den offiziellen Punica-Account handeln könnte, schließlich sind viele Marken und Unternehmen wie „@vodafone_de“ oder „@CocaCola_De“ und sogar der Papst mit „@Pontifex_de“ mit ähnlicher Namensstruktur auf der Plattform unterwegs. Auch der blaue Haken suggeriert, dass hier das echte Punica-Team die Tweets verfasst.

Doch schaut man sich die Tweets genauer an, darf gezweifelt werden. „Wir finden es ok, wenn ihr Punica aus dem Supermarkt klaut!“, heißt es beispielsweise. „Jede Charge Punica wurde vor der Abfüllung von einem katholischen Priester gesegnet und zählt somit technisch gesehen als Weihwasser“, lautet ein anderer. Das Bannerbild auf dem Profil zeigt zudem Unternehmer Frank Thelen, daneben übersetzt der Schriftzug „Punica ist das Kernstück meiner DNA“.

Tatsächlich gehört der Account nicht dem offiziellen Team hinter der Saftmarke. In ihrer Account-Beschreibung geben die Betreiber den Hinweis, dass es sich hierbei um das „inoffizielle Punica-Team“ handele. Der blaue Haken weist zudem nicht auf eine Verifizierung hin, sondern auf das neue Twitter-Abo Blue, das das Unternehmen kürzlich einführte und den Abonnenten gewisse Vorteile bringt. Ein verifizierter Account wird dagegen mit einem gelben Haken dargestellt.

Das scheint allerdings nicht allen klar gewesen zu sein. So hatte ein bayerisches Nachrichtenportal über das Aus der Punica-Produktion berichtet und dafür einen Tweet des Fake-Accounts genutzt. Prompt folgte von diesem eine Reaktion: „Schöner Artikel, hervorragend recherchiert!“ Inzwischen hat das Nachrichtenportal ihren Artikel korrigiert.

Bei anderen Twitter-Nutzern scheint der Humor anzukommen, inzwischen hat das Team hinter „@PunicaDE“ über 24.000 Follower sammeln können. Und es denkt auch noch nicht ans Aufhören: „Punica ist eine Idee. Und die kann man nicht verkaufen und einstellen. Deshalb twittern wir auch noch solange weiter bis die letzte Flasche getrunken wurde“, kündigten sie an.

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