Hilfsanker startet Aktion  Westoverledinger Verein schickt Hilfstransport in die Ukraine

Clarissa Scherzer
|
Von Clarissa Scherzer
| 23.02.2023 14:54 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Die Mitglieder von Hilfsanker Ostfriesland bringen zurzeit gemeinsam ihre dritte Hilfslieferung für die Ukraine auf den Weg. Fotos: Scherzer
Die Mitglieder von Hilfsanker Ostfriesland bringen zurzeit gemeinsam ihre dritte Hilfslieferung für die Ukraine auf den Weg. Fotos: Scherzer
Artikel teilen:

Finanzielle Unterstützung in Höhe von 6000 Euro gab es von „Ein Herz für Ostfriesland“, dem gemeinnützigen Hilfswerk von Ostfriesen-Zeitung, Ostfriesischen Nachrichten und General-Anzeiger.

Westoverledingen/Ostrhauderfehn/Barßel - Seit einem Jahr leiden die Menschen in der Ukraine unter dem Angriff Russlands. Hilfe bekommen sie aus aller Welt – auch aus Ostfriesland. Zum Jahrestag der russischen Invasion startet der Verein Hilfsanker Ostfriesland mit Sitz in Westoverledingen zusammen mit dem in Kiew lebenden Barßeler Michael Kröger an diesem Freitag bereits die dritte Hilfslieferung in die Ukraine.

Die Zielorte des Hilfstransportes liegen überwiegend in der Ostukraine. Die Hilfsgüter werden von Michael Kröger und Helfern an die Menschen in der Ukraine übergeben. Vorab wurde geklärt, was benötigt wird. „Viele sind früher an die Grenze gefahren und haben direkt dahinter abgeladen. Da gibt es dann Müllberge mit Sachen, die nicht gebraucht werden“, sagt Kröger. Das soll mit dem jetzigen Hilfstransport besser geplant werden. Der Zwölf-Tonner ist beladen mit Spenden verschiedener Unternehmen, wie zum Beispiel Toilettenstühle, Feuerlöscher, Gehhilfen, E-Scooter, medizinische Hilfsgüter und Pampers.

100 Kartons mit Thermosocken, Thermounterwäsche, Wärmepads, Einlegesohlen, Fußpulver gegen nasse Füße und Müsliriegel sind für die Soldaten an der Front.
100 Kartons mit Thermosocken, Thermounterwäsche, Wärmepads, Einlegesohlen, Fußpulver gegen nasse Füße und Müsliriegel sind für die Soldaten an der Front.

Leser unterstützen Hilfslieferung

Der Caritasverband Ostfriesland und der Malteser-Dienst Aurich ermöglichte, dass ukrainische Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen mit Betten versorgt werden. Die Lebenshilfe spendete eine Knetmaschine für eine Bäckerei in Kiew.

Kontaktdaten

Der Verein ist unter Telefon 0152/37624451 (M. Potthast) und im Internet unter www.hilfsanker-Ostfriesland.de erreichbar.

Finanzielle Unterstützung gibt es auch von „Ein Herz für Ostfriesland“, dem gemeinnützigen Hilfswerk von Ostfriesen-Zeitung, Ostfriesischen Nachrichten und General-Anzeiger in Höhe von 6000 Euro. „Von dem Geld haben wir 100 Kartons für Soldaten bestückt mit Thermosocken und -unterwäsche, Wärmepads, Einlegesohlen, Fußpulver gegen nasse Füße und Müsliriegel. Das wird an der Front gebraucht. Tourniquets sind auch dabei“, zählt Maike Potthast auf. Sie ist 1. Vorsitzende des Vereins.

Auch Bastelsachen, Knete und Tusche dabei

Ein Tourniquet ist ein Abbindesystem, der den Blutfluss einer Vene oder Arterie bei Verletzung unterbricht. Auch Bastelsachen, Knete und Tusche für Kindernachmittage in Charkiw, organisiert vom Verein „Freiwillige für ein friedvolles Leben“, sowie Lebensmittel konnten von der Spende des Hilfswerks „Ein Herz für Ostfriesland“ bezahlt werden.

Die Sachspenden lagern in einer 360 Quadratmeter großen Halle in Ostrhauderfehn. „Wir können eine Größere gebrauchen nahe Barßel oder Rhauderfehn. 1000 Quadratmeter wäre schon ein Traum“, sagt Kröger. „Ein 40-Tonner mit 33 Paletten ist auf dem Rückweg. Der ist Freitag wieder voll. Der Lkw wird beladen“, fasst der Helfer zusammen. Dieses Mal hat der Verein für ukrainische Kinder etwas besonderes dabei: 45 Pakete mit Lebensmitteln, Spielzeug und Süßigkeiten, gepackt von Kindern der Grundschule Harkebrügge.

Ähnliche Artikel