Berlin  Fahrradschlösser bei Stiftung Warentest: So teuer sind die Testsieger

Rebecca Niebusch
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Von Rebecca Niebusch
| 22.02.2023 19:37 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Die Stiftung Warentest hat Fahrradschlösser getestet. Welches Modell schneidet am besten ab? Foto: IMAGO IMAGES/agefotostock
Die Stiftung Warentest hat Fahrradschlösser getestet. Welches Modell schneidet am besten ab? Foto: IMAGO IMAGES/agefotostock
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Bevor das geliebte Rad einem Diebstahl zum Opfer fällt, sichert man es mit einem Schloss ab. Die Stiftung Warentest hat 24 Fahrradschlösser verschiedener Preisklassen unter die Lupe genommen. Wir nennen die Testsieger.

Muss ein sicheres Fahrradschloss unbedingt teuer sein? Nein, sagen die Tester der Stiftung Warentest. Sie haben für das Heft 3/2023 Fahrradschlösser bekannter Hersteller geprüft. Das Ergebnis: Auch Mittelklasse-Schlösser erwiesen sich als extrem schwer zu knacken. Lesen Sie hier, welche Fahrradschlösser im Test am besten abgeschnitten haben, wie viel diese kosten und welche Modelle durchfielen.

Die Tester ließen jeweils zwei Modelle der vier großen Hersteller Abus, Axa, Kryptonite und Trelock in den Kategorien Kettenschloss, Bügelschloss und Faltschloss gegeneinander antreten: Es ging immer ein Modell der mittleren Schutzklasse (Preise von 36 bis 90 Euro) gegen eines der höheren Schutzklasse (preislich bis zu 200 Euro) an den Start.

Der Testsieger unter den Kettenschlössern ist das Modell Keeper 785 von Kryptonite für 58 Euro. Das Urteil der Tester lautet „sicher, leicht und recht preiswert“. Dem 200-Euro-Modell des selben Herstellers stehe es in nichts nach; es wiegt und kostet aber nur ein Viertel des teuren Modells.

Bei den Bügelschlössern siegt ebenfalls ein Modell von Kryptonite (New York Lock M18-WL) mit der Note 1,7 für 170 Euro. Den Experten zufolge ist es das sicherste Schloss im Test. In dieser Kategorie ist das Trelock U4 Plus eine preisgünstigere Alternative; es kostet 58 Euro und erhielt die Note „Gut“ (2,0).

Vier von sechs Modellen bei den Faltschlössern schnitten ebenfalls „Gut“ ab: Hersteller Abus ist mit dem Bordo Granit 6500K/90 BK SH Testsieger. Mit 170 Euro hat es allerdings auch einen stolzen Preis. Es geht günstiger, aber Qualität hat hier ihren Preis: Modelle unter 80 Euro bewerteten die Tester jeweils einmal mit „Befriedigend“ (Axa Fold Lite 100) und „Mangelhaft“ (Abus Bordo Lite 6055K/85 BK SH).

Einige Modelle enthielten Schadstoffe in der Ummantelung der Kette oder des Bügels.

Drei Schlösser im Test bieten nur eine ausreichende Aufbruchsicherheit; vier Modelle fielen durch. Diese Schlösser ließen sich von den Testern leicht knacken:

Die Stiftung Warentest testete auch eine Internet-Anleitung zum Selberbauen eines Fahrradschlosses. Das Resümee: Mit einer Kette und einem Schloss aus dem Baumarkt sei keine ausreichende Aufbruchsicherheit gegeben.

Außerdem liege das Schloss der Marke Eigenbau preislich bereits bei 32 Euro. Ein ladenfertiges Schloss biete hier mehr Sicherheit; zumal der Testsieger Keeper 785 von Kryptonite für 58 Euro noch erschwinglich sei.

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