Antrag der SPD scheitert Arbeiten des Barßeler Bauhofs werden nicht ausgelagert
Dieser Antrag hatte für Unmut gesorgt: Die Baumpflege und die Wartung der Straßenbeleuchtung sollten durch externe Unternehmen erledigt werden. Mit dem Ansinnen stand die SPD alleine da.
Barßel - Die Baumpflege-Arbeiten sowie die Wartung der Straßenbeleuchtung im gesamten Gebiet der Gemeinde Barßel sollten künftig von externen Firmen übernommen werden. Das hatte die SPD-Fraktion im Rat beantragt. Das Ansinnen hatte schon vor der ersten Diskussion im zuständigen Ausschuss für Planung Wirtschaftsplanung, Umwelt und Klimaschutz für Kritik gesorgt. Nun ist das Thema wieder vom Tisch.
In der Sitzung des Ausschusses am Mittwochabend im Pfarrheim im Barßel fand der Antrag keine Zustimmung. Mit den Stimmen der Mehrheitsfraktion der Gruppe CDU/FDP wurde beschlossen, alles so zu belassen, wie es sich seit Jahren bewährt hat.
„Neue Ratsherren meinen, sie können den Baumschnitt besser“
„Es geht uns um die Entlastung des Bauhofs“, erklärte Julia Thoben (SPD) in der Sitzung den Hintergrund des Antrags. Würden einige Arbeiten an externe Unternehmen vergeben, hätte der Bauhof mehr Zeit für andere Aufgaben, etwa für die Pflege des geplanten Mehrgenerationenspielplatzes oder die der in Bau befindlichen Seeterrasse am Hafen.
„Die Gruppe CDU/FDP sieht keinen Bedarf für eine Änderung“, sagte Hans Geesen (CDU). Die Mehrheitsfraktion wolle am bewährten Verfahren festhalten. Das Thema komme alle paar Jahre nach Wahlen wieder auf, betonte Geesen. „Immer, wenn neue Ratsherren auftauchen, meinen sie, sie können den Baumschnitt besser als die Bauhofmitarbeiter.“
Bauhofleiter verärgert über den SPD-Antrag
Im Vorfeld hatte die Gemeinverwaltung bereits deutlich gemacht, dass sie derzeit überhaupt keine Veranlassung für Veränderungen sieht. Dabei hatte sie sich auch auf eine Stellungnahme des Leiters des Bauhofes, Uwe Overlander, berufen. Overlander hatte sich unter anderem über ein Zitat aus dem Antrag geärgert. Gerade bei den Baumpflegearbeiten sei laut SPD fachliches Wissen und spezielles Gerät nötig. „Zu gut gemeinte oder zu zurückhaltende Rückschnitte können eher Schäden und auch Gefahren verursachen“, so die SPD.
„Welches SPD-Ratsmitglied spricht dem Bauhofteam sowohl das fachliche Wissen ab und bezweifelt des Weiteren, dass über kein spezielles Gerät verfügt wird?“, so Overlander. Zum einen gehöre zum Team ein ausgebildeter Gärtner, zum anderen würden die übrigen Mitarbeiter, die mit der Baumpflege betreut sind, stets von der DEULA (Deutschen Lehranstalten für Agrartechnik) in Westerstede unterwiesen.
„Bauhof arbeitet flexibler und kostengünstiger“
So sei gewährleistet, dass weder Schäden verursacht werden noch Gefahren durch die Arbeiten entstehen. Ähnlich sei die Sachlage auch bei den Elektroarbeiten. Eines sei klar: Sowohl der Elektriker als auch die anderen Bauhofmitarbeiter seien in den meisten Fällen viel flexibler und vor allem kostengünstiger.
So sah es neben der Verwaltung auch die Gruppe CDU/FDP. Die Grünen hielten sich raus aus der Diskussion.