Migration in die EU  Mehr Abschottung muss sein

Thomas Ludwig
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Ein Kommentar von Thomas Ludwig
| 09.02.2023 15:42 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Gekommen, um zu bleiben: Immer wieder versuchen Menschen über das Mittelmeer nach Europa zu gelangen. Foto: dpa/Angelos Tzortzinis
Gekommen, um zu bleiben: Immer wieder versuchen Menschen über das Mittelmeer nach Europa zu gelangen. Foto: dpa/Angelos Tzortzinis
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Immer mehr Länder sind auf Zuwanderung angewiesen. Immer mehr geraten aber auch an ihre Grenzen. Konsequenter Grenzschutz und eine gewisse Durchlässigkeit sollten einander also nicht ausschließen.

Es ist ein Kreuz mit der Zuwanderung. Einerseits sind überalternde Länder wie Deutschland auf sie angewiesen, um dem Arbeits- und Fachkräftemangel zu begegnen. Andererseits droht eine Überforderung bei der Integration von Zugezogenen; zudem will niemand die Falschen im Land haben.

Irreguläre Einwanderung wird eine Herausforderung bleiben – allein schon infolge der Klimakrise und ihrer Folgen sind neue Migrationswellen zu erwarten. Die EU ist für eine solche Entwicklung nicht gerüstet. So wird die Gemeinschaft tatsächlich nicht umhin kommen, ihre Außengrenzen auch mit Hilfe von Zäunen und technischer Überwachung stärker zu sichern als bisher. Dafür wird man Geld in die Hand nehmen müssen, viel Geld. Hinzu kommen muss eine schnelle Bearbeitung von Asylanträgen, damit Geflüchtete Klarheit über ihren Aufenthaltsstatus haben. Zudem gehören zu einer verantwortungsvollen Migrationspolitik eine konsequente Rückführung abgelehnter Antragsteller sowie Abkommen mit Anrainerstaaten, damit diese illegaler Einwanderung Richtung Europa keinen Vorschub leisten.

Es ist nicht inhuman, die Grenzen einer Gemeinschaft zu schützen und Einwanderung zu regulieren. Unmenschlich ist es, Menschen in ausweglose Situationen kommen zu lassen, in denen sie von Schleppern in Todesgefahr gebracht und abgezockt werden.

Den Autor erreichen Sie unter mantel@zgo.de

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