Geplante Fahrradstation in Leer  Grüne stellen die Notwendigkeit einer Waschanlage infrage

Katja Mielcarek
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Von Katja Mielcarek
| 09.02.2023 12:02 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Die Fahrradstation soll im Laufe des Jahres 2024 in Betrieb genommen werden. Rechts vom Gebäude ist die Fahrrad-Waschanlage zu erkennen, die jetzt wieder in Frage steht. Visualisierung: Archiv
Die Fahrradstation soll im Laufe des Jahres 2024 in Betrieb genommen werden. Rechts vom Gebäude ist die Fahrrad-Waschanlage zu erkennen, die jetzt wieder in Frage steht. Visualisierung: Archiv
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Radfahrer aus Leer warten schon lange auf die Fahrradstation am Bahnhof. Jetzt soll es bald losgehen mit den Bauarbeiten. Nun kommen neue Vorschläge auf den Tisch.

Leer - Die Stadt wolle „zügig“ mit dem Bau der Fahrradstation am Bahnhof beginnen, kündigte Patrick Pastille vom Gebäudemanagement der Stadtverwaltung den Mitgliedern des Ausschusses für Energie, Klima, Umwelt und Verkehr an. Eigentlich hätte das schon passiert sein sollen, aber zuletzt gab es Unstimmigkeiten mit der Bahn, die Konflikte mit ihren Anlagen befürchtet.

Deshalb mussten die Pläne geringfügig angepasst werden. Die größte Änderung ist, dass die geplante Fahrrad-Waschanlage ausgelagert wurde und nun zwischen Fahrradstation und Bahnhofsgebäude angesiedelt wird. Die Zahl der Fahrräder, die untergebracht werden können – rund 400 – sei unverändert geblieben, betonte Pastille. Auch alle anderen Service-Angebote, darunter auch die öffentliche Toilette, würden umgesetzt. Zusätzlich werde ein barrierefreier Zugang zu Gleis 1 angelegt.

Wie hoch das Einspar-Potenzial ist, ist noch unbekannt

Bruno Schachner, Fraktionsvorsitzender der Grünen, stellte in Frage, dass man in Leer tatsächlich eine Fahrrad-Waschanlage brauche. Seine Fraktion habe sich die Anlage in Hannover angeschaut und niemand beobachten können, der sein Fahrrad dort habe waschen lassen. „Womöglich holen wir uns etwas hierher, was dann ständig kaputt ist.“

Die Stadtverwaltung konnte in der Sitzung am Mittwoch nicht ad hoc beantworten, wie viel eingespart werden könnte, wenn man auf die Waschanlage verzichte. Wie die Stadtverwaltung mitteilt, ist das Sache des Betreibers der Fahrradstation und belaste die Stadt nicht.

Kostenschätzung soll aktualisiert werden

Die Stadt soll auch eine neue Kostenschätzung beim Planungsbüro erfragen. Die aktuell vorliegende Schätzung stammt aus dem Juli des vergangenen Jahres. Bisher rechnet die Stadt pauschal mit einer Kostensteigerung von 20 Prozent und geht von Gesamtkosten von 3,3 Millionen Euro aus. Ursprünglich war man von mehr als einer Million Euro weniger ausgegangen. Die Fahrradstation gehört zum Projekt FaCit, das der Stadt 3,2 Millionen Euro Fördergeld bringt. Etwa 1,4 Millionen Euro davon entfallen auf die Fahrradstation.

Auch wenn man die später fertigstellen werde, als in den Förderbedingungen vorgeschrieben war, sei das Geld nicht in Gefahr. Das habe man mit den zuständigen Stellen geklärt, so Pastille.

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