Bürger-Workshop in Leer Alle wichtigen Infos mit wenigen Klicks
Die zweite Runde der Bürger-Workshops zur Zukunft der Innenstadt hat begonnen. Die Beteiligung zum Thema Digitalisierung hielt sich in Grenzen – was aber kein Nachteil war.
Leer - In den kommenden Jahren wird sich einiges ändern in der Stadt Leer. Das ist schon allein durch den demografischen Wandel, den technischen Fortschritt oder den Klimawandel bedingt. Ganz abgesehen davon, dass Bürgermeister Claus-Peter Horst und der neue Stadtbaurat Rainer Kleylein-Klein sich gemeinsam mit der Politik einiges vorgenommen haben.
Was und warum
Darum geht es: Am zweiten Bürger-Workshop zum Thema Digitalisierung nahmen nur 13 Personen teil. Der Qualität tat das keinen Abbruch.
Vor allem interessant für: alle, die überlegt haben, bei einem Bürger-Workshop mitzumachen, sich aber dann doch dagegen entschieden haben
Deshalb berichten wir: Die Bürger-Workshops gehen in die zweite Runde. Die Autorin erreichen Sie unter: k.mielcarek@zgo.de
Bei der Entscheidung, in welche Richtung sich die Innenstadt entwickelt, sollen die Bürger mitreden. Deshalb wurden Workshops ins Leben gerufen, die sich mit den Chancen der Digitalisierung, der Altstadt, dem Ernst-Reuter-Platz und den Wegen durch die Stadt und die Aufenthaltsqualität beschäftigen. Jeder dieser Workshops tagte schon einmal. Gerade hat die zweite Runde begonnen – mit dem Thema Digitalisierung. Der Zulauf hielt sich in Grenzen. Wie lief es?
Die Teilnehmer
13 Interessierte waren gekommen: Junge, Ältere, Selbstständige, Angestellte, Rentner, Computer-Freaks und Laien – eine bunte Mischung. Schon in der ersten Runde der Bürger-Workshops habe das Thema Digitalisierung am wenigsten gezogen, sagte Elke Hinrichs von der Wirtschaftsförderung der Stadt. Die Teilnehmer bildeten mit den Moderatoren sowie Hinrichs und Kleylein-Klein zwei Gesprächsrunden. Ihr Thema: Welche Informationen würden sie sich digital wünschen und auf welchem Weg und in welcher Form sollten sie bereitgestellt werden?
Die Diskussion
Die 13, die gekommen waren, hatten offensichtlich Lust, sich einzubringen. An beiden Tischen entwickelte sich eine lebhafte Diskussion. Zehn Personen (inklusive der Moderatoren und der Mitglieder der Stadtverwaltung) stellte sich als gute Gruppengröße heraus. Jeder kam zu Wort, peinliche Stille gab es nicht. Für die Gruppenarbeit war eine gute Stunde veranschlagt. Die ging erstaunlich schnell vorbei – und wurde von beiden Gruppen überzogen.
Zentrale Ergebnisse
Die Teilnehmer des Workshops wünschen sich eine zentrale Internet-Adresse oder App, über die sowohl die Leeraner als auch Touristen vor einem Besuch der Innenstadt alle wichtigen Informationen bekommen – seien es Veranstaltungen, Öffnungszeiten, Speisekarten, Parkplatz-Situation, Busfahrpläne, Angebote der Geschäfte oder Aktionen. Dazu wäre eine bessere Kommunikation zwischen allen Beteiligten notwendig, so die Meinung der Teilnehmer. Die Internet-Seite oder App müsste professionell und zentral betreut und gepflegt werden, veraltete Informationen schaden. Allen Anbietern müsste es leicht gemacht werden, ihre Informationen einzubringen.
Ausblick
Der Workshop zur Digitalisierung ist nicht losgelöst von den anderen drei zu sehen. Sie alle sind miteinander verwoben. Sollte man beispielsweise zum Ergebnis kommen, dass die Brunnenstraße zeitweise für den Durchgangsverkehr geschlossen wird, um dort die Aufenthaltsqualität zu verbessern, müsste die Leer-App – falls es sie mal geben wird – Informationen zu Parkmöglichkeiten und Umleitungen bieten. Wenn auf dem Ernst-Reuter-Platz ein behindertengerechter Spielplatz entstehen sollte, bietet es sich an, den Weg dorthin auch für Menschen mit Einschränkungen zu überlegen.
Der nächste Workshop, der zur Altstadt fand am Donnerstag statt. Es folgen zunächst am Dienstag kommender Woche der Workshop zum Ernst-Reuter-Platz und am Donnerstag der zu Wegebeziehungen und Aufenthalt in der Innenstadt. Alle Workshops beginnen um 17 Uhr im Festsaal des Historischen Rathauses. Teilnehmen kann jeder, unabhängig davon, ob er schon in der ersten Runde der Workshops dabei war.
Alle Ergebnisse werden am Ende der Workshops von der NWP-Planungsgesellschaft aus Oldenburg, die auch die Moderation übernommen hat, in ein Konzept für die Innenstadt gegossen. Dann liegt es an Stadtverwaltung, Politik und auch an den Bürgern, darauf zu pochen, dass die Ideen und Anregungen tatsächlich nach und nach umgesetzt werden.